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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 23 (1895) · p. Seite 359

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
23 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 359 (sequence 3)
Language
German
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359 Nun zog Juda nach Jerusalem, um den Tempel zu reinigen und den Gottesdienst wieder herzustellen. „Als sie nun sahen, Lvie das Heiligtum und der Altar entweiht war, wie die Thora verbrannt, die Borhöfe gleich einem!Valde oder einein Berge mit Gesträuch bewachsen und die Hallen zerstört waren, da zerrissen sie ihre Aleider, erhoben ein großes Wehklagen, streuten Asche aus ihre Häupter, warfen sich mit dem Angesichte zur Trde nieder und bliesen mit der Lärmtrompete und schrieen zmn Hinnnel. Alsdann bestellte Juda Männer, die wider die Leute in der Burg streiten follten, bis er das Heiligtmn gereinigt habe. Tr wählte untadlige Priester aus, die dem Gesetze treu geblieben waren. Diese reinigten das Heiligtmn, und trugen die Steine des Greuels an einen unreinen Ort. Sie nahmen aber unbehaueneSteine, nach dem Gesetze Moses, und baute,! einen neuen Altar, wie der vorige gewesen war. Sie bauten das Heiligtum und das Innere des Hauses aus und weihten die Borhöfe. Sie machten neue heilige Geräte und stellten die Leuchter und den Ääucheraltar und den Tisch in den Tempel. Sie legten Brote auf den Tisch, breiteten die Borhänge aus und vollendeten das ganze Werk, das sie begonnen hatten. Und sie machten sich frühe auf am 25. Tage des Monats Aislew des M. Jahres ((6H v. Thr.) und brachten Opfer dar, nach dem Gesetze, auf dem neuen Brandopferaltar, den sie gemacht hatten. Zu'derselben Zeit und' an de,„selben Tage, an welchem die Heiden ihn (5 Jahre vorher) entweiht hatten, wurde er eingeweiht mit Zithern und Harfen und Zymboln. Und das ganze Bolk fiel aufs Angesicht nieder, und sie beteten an und priesen laut den Herrn (Halle!), der ihnen Glück gegeben. Sie feierten die Tinweihung des Altars acht Tage lang und brachten Brandopfer dar und opferten Freuden- und Dankopfer. Ts war eine sehr große Freude im Bolke, und die Schmach, welche die Heiden über dasselbe gebracht hatten, wurde abgewendet. Und Juda und seine Brüder samt der ganzen Gemeinde Israels setzten fest, daß die Tage der Tinweihung des Altars gefeiert werden sollen zu ihrer Zeit, Jahr für Jahr, vom 25. Tage des Monats Aislew an, acht Tage lang, in Freude und Fröhlichkeit." (Aus dem \. Buche der Mackabär). So wollen wir uns denn wieder der ruhmreichen Tage bh Borzeit erinnern, sie dankbar begehen und wie unsere Borfahren allen Berführungen widerstehen. Das Leben brauchen wir heute Gottlob nicht mehr für unseren Glauben zu opfern, aber manchen Spott, manche Aränkung und Zurücksetzung müssen wir ertragen. Aber wir wollen den Mut nicht verlieren; es soll uns auch nicht irre machen, wenn auch heute Juden vom jüd. Glauben abfallen, wir kämpfen einen guten Aampf, und Gott wird mit uns sein! Die Zigeunerin. Girre KbcrnrrKcr - Grzäh5rrng von Aanni Weuda. (5s war in den letzten Tagen des Dezember, als Jrimi, ein elfjähriges, liebes Mädchen, ans der Rachmittagsschnle nach Hanse ging. Das ungarische Dorf, wo ihre Tltern wohnten, die dort einen kleinen Geschästslaöen hatten, lag eine Stunde A)egs von dem Städtchen, in dem die Schule war. 22*

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