Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 20 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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316 lUcin und Gl erhielten. Oie Leviten von 20 fahren unö darüber beaufsichtigten die Arbeit. Als der Grund Znm Gotteshause gelegt wurde, erklangen unter Ansührung der Priester und Leviten Psalmen Davids, und das Volk erhob ein gewaltiges ^rendengeschrei. Allein der Bau konnte nicht Zu Ende geführt werden, da die feindlich gesinnten Rachbarn die ^jnöen beim Perserkönig verleumdeten, als wollten diese von ihm abfallen. Erst nach 18' fahren, als Darins, der Sohn des Hvstaspes, Zur Regierung gekonunen war, konnte der Bau vollendet werden. Zn gleicher Zeit ermutigten die beiden Propheten Haggai und Secharja das Volk. „Richt durch Heeresmacht", sprach Secharja, „und nicht durch Stärke, sondern durch meinen Geist, spricht Zebaoth. wer bist du, großer Berg? Der Serubabel werde Zur Ebene! Gr wird den obersten Stein herbeibrinaen, und der sjubelrnf ertönt: Glück Zu! Glück Zu!" vnd Haggai verkündete: „wer ist unter euch noch übrig, der dieses paus noch in seiner ersten Herrlichkeit gesehen hat? vnd wie seht ihr es jetzt? Richt wahr: Gs ist in euren Augen wie nichts geachtet? Run aber sei stark, Serubabel, spricht der Herr; sei stark, Hoherpriester ^josna, Sohn Maöaks; sei stark, alles Volk des Landes, und arbeitet, spricht der Herr Zebaoth Die letzte Herrlichkeit dieses Hauses wird größer sein, denn die erste, spricht der Herr Zebaoth, und an diesem Grte will ich Frieden geben, spricht der Herr Zebaoth." Endlich, im ^ahre öl6, also 70 Mre nach der Zerstörung des ersten Tempels, war das Gotteshaus vollendet. Darauf wurde es feierlich eingeweiht, die Priester und Leviten Zum Dienste Gottes bestellt unö mit großer jreude das Peffachfest gefeiert. Etwa 80 ^ahre später kam der Priester und Schristgelehrte Esra und nach ihm Reheinia, der Alundschenk Artarerxes I., nach sjernsalem, stellten unter vielen Schwierigkeiten die Stadtmauer wieder her und bevölkerten die Stadt, indem jeder Zehnte Rlann vom Volke nach Jerusalem Ziehen mußte. Auch verpachteten sich die Priester, Leviten und Stammhäuser des Volkes in einer Urkunde, I) jährlich V» Sekel (= 80 Pf.) Zum Dienste des Gotteshauses Zu geben; 2) HolZ für den Altar Zu spenden, und Zwar abwechselnd Zu gewissen Zeiten des Wahres, nach einer durch das Los §u bestimmenden Grdnung; 5) die Vorschriften hinsichtlich der Erstgeburt und der Erstlinge genau Zu beobachten, auch das Erste vom Teige unö die Heben von Baumfrüchten, vom Alost und vom Gl den Priestern Zu bringen; 4) den Zehnten den Leviten Zu geben, welche dann den Zehnten davon in das Schatzhans des Tempels abZuliefern hatten (s. Rehemia, C. 10). Rach der Einweihung des Tempels in den Tagen des Antiochus Cpiphanes (167 v. Ehr.) wurde durch ^uöa, dem Alakkabäer (Hosmonäer), ein neuer Altar errichtet und manche Tempelgefätze neu angefertigt. Etwa 150 5ahre später ließ der von den Römern eingesetzte grausame König Heroöes (40—5 v. Ehr.) den Tempel prächtig umbauen; er wollte sich dadurch die Gunst des Volkes, das ihn glühend haßte, erwerben.