Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 19 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 298 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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298 wohnten. Sic schauten nach dem so sehr gesuchten Artikel des Elfenbeins nach allen Dichtungen aus, um es später an die Ruttelhändler zu verkaufen. (indenberg fand viel Gefallen an diesem: Naturmenschen, deren Wesen ihn ergötzte und belustigte. Nichtsdestoweniger gab es auch höchst verschlagene Subjekte unter ihnen, denen gegenüber die größte Vorsicht geboten erschien. Ali Heb war ihnen jedoch gewachsen. Drei- bis viermal im Jahre kamen sogenannte Großhändler, deren Hauptartikel Elfenbein und Goldstaub waren, nach Emnassie, und an sie wurden dann die vorhandenen Vorräte verkauft. Diese arabischen Großhändler trieben nicht nur den Handel mit diesen Artikeln, wobei sie es oft an der nötigen Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit fehlen ließen, sondern sie betrieben auch sogar das scheußliche Gewerbe des Sklavenhandels. Wie man unfern freunden erzählte, standen sie mit Rorsaren und Piraten in Verbindung, welche ihnen die RIenschenware, ineist aus unglücklichen Negern bestehend, zuführten. Aber auch weiße, die ein unglückliches Schicksal in die Hände der Räuber gebracht, wurden von den arabischen Händlern gekauft und dann weiter seilgeboten. In Eumassie existierte damals kein Gesetz, das diesem barbarischen Gebrauche Einhalt zu thun vermochte. Die Portugiesen ,nachten ein gewisses Anrecht auf dieses Gebiet geltend, aber sie haben niemals etwas für die Eivilisation seiner Bevölkerung gethan. Unsere freunde verkauften ihren Vorrat an Elfenbein an einen arabischen Großhändler mit Na,neu Soliman Susa. Er war von hoher Gestalt, gedrungenem Rörperbau und geschmeidigem Benehmen. Der tückische Blick und das verschmitzte Lächeln, das sich stets um feine Lippen zog, mahnten besonders im geschäftlichen Verkehr zur Vorsicht gegen ihn. But Hilfe Ali Heb's, der bei dem Handel nicht blos Dol,netscher, sondern auch ein treuer, aufmerksamer Vermittler war, wurde das Geschäft günstig abgeschlossen. Dem Hause geradeüber, in welchem Rodenhein und Lindenberg wohnten, hatte ein reicher Abessinier sein Besitztum. Auch er betrieb einen bedeutenden Handel mit Elfenbein, aber auch mit Palmöl und Raffee. An diesen Alaun hatte Soliman Susad oft schon Neger für Ware, die er erhandelt, in den Rauf gegeben und von diesen hatte jener, zwei Negermädchen für sich zurückbehalten, während er die sonst erworbenen Sklaven an seinen Bruder in dem Innern des Landes zu schicken pflegte. Die Schönheit dieser Rinder des schwarzen Erdteils hatte ihren Hern, bestimmt, sie als Bedienstete in seinem Hauswesen zu verwenden. Sie waren bereits Jahre da, und es zählte Zuleika, die ältere, jetzt \7 und die jüngere Zara \5 Jahre. Unser Heb hatte im Laufe der Zeit Bekanntschaft mit diesen Ulädchen ge,nacht und kam an den Festtagen mit ihnen zusammen. Ihm schien Zuleika besonders gut zu gefallen, und die Rleine war auch hübsch genug, um den jungen Raffer zu fesseln. Auch das Negermädchen hatte den Ali Heb gern, und die beiden jungen Leute hatten den Wunsch, Ulann und Weib zu werden, ja sie entwarfen bereits Pläne für die Zukunft; doch vergingen noch Wochen und Ulonate, ehe sie an die Ausführung denken konnten, da sie viele große Schwierigkeiten zu überwinden hatten, wie wir später sehen werden. Auch von hier aus hatte Simon Rodenhein seinem Bruder und Lindenberz seinem tr>Ji die Bei fco* Konfuli fiamfaig ff Groß bera in de, $ sonder bereit? auf t Zwar einSnyen, u lein zwei ganzen tr Bei feiner 3 in jSiiel re Simon. B felmar bei '■ alanble, feil i ' m j gelebt. De j.. hatten sick ■ i\’rfef)ruit i Einei baute. & Kaufmann, Üj bei feiner •| Mandel! p üe weiter [ u licke- Geh.!' R> :?utna|jie: Aentlickk, vteuigfeit , fragen öe veniz von 5o < Eesckäste Eia-xerle, x Wick z f ®t der l uod, nien öapieruna i mi ) m der ■ fon TOIl jjjj . L j 1° konnte beiten, dj§! feem G