Mannheim
Compact Memory

Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 17 (1895) · p. Seite 260

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
17 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 260 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/9620171-9621231-9621515--0296-9621519
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

der Staöt Puicl ein 2\aubnior5 begangen. Das Opfer desselben war ein Handelsmann mit 'Hamen Bcoses Kraft, wohnhaft in Pniel; mait vennutet den Blörder in einem Amerikaner, der in jüngster Zeit viel bei ihm gesehen worden ist. Alle Polizeibehörden werden ausgefordert, aus denselben zu fahnden und ihn im Betretungssalle zu verhaften."" — „Hier nun folgt," fuhr der Richter fort, „das Signalement des Verbrechers, welches so genau aus Sie paßt, daß Sie es nicht vermögen werden, sich von dem Verdachte, der auf Ihnen ruht, zu befreien, zumal der in Ihren: Besitze gefundene Bing, der den Hamen des Ermordeten trägt, so sehr für Ihre Thäterschast spricht." „Das.soll mir erst noch bewiesen werden," ries der Verbrecher, der wiederum seine vorige Frechheit erlangt hatte. Der Richter hörte nicht aus ihn und schritt zur Ausnahme des Protokolls. Inzwischen hatte Rodenhein noch immer zu thun, sich von dem Schrecken zu erholen, der ihn überkommen war, als er auf so indirekte Weise den Tod seines Onkels erfuhr. Ts war ebenso sehr der Verlust eines ihm sehr lieben und teuern Verwandten als die in ihm infolge der nunmehr veränderten Verhältnisse ausgestiegene Besorgnis um seine Existenz. Was sollte er nun ansangen? Lindenberg hatte vollauf zu thun, ihn aus seiner Hiedergeschlagenheit und Entmutigung auszurütteln, indem er ihm bedeutete, daß so junge, kräftige B minier sich schon durchschlagen werden. Bevor Rodenhein und Lindenberg von dem Richter entlassen wurden, ersuchte dieser sie, sich noch zwei Tage in der Eapstadt auszuhalten, da es wohl nötig werden würde, sie noch einmal zu vernehmen. — Sie suchten sich ein passendes Logis auf. Das ihnen von Blorisfeld geliehene Geld betrug nunmehr nur noch 80 Pfund. Hiervon hatten sie für die Beberfahrt nach den Diamantenfeldern noch 20 Pfund zu zahlen. Sie beschlossen, in 4. Tagen dorthin abzureisen. Inzwischen war der arme Heller seinen Wunden erlegen. Der Prozeß gegen seinen Blörder nahm nun den gesetzliches! Verlaus. VI. Kapitel. Die Dicirnctnteirfel'Hev. Hach einer vierzehntägigen Reise langten unsere freunde endlich in den Diamantenfeldern an. Der Anblick, den man von der Küste aus erhielt, war durchaus kein erhebender. Alan erschaute von dem Schiffe nur weit gedehnte öde Flächen mit fast gar keiner Vegetation. Jur Hasen selbst ging es indes sehr lebhaft zu. Eine Bcenge großer und kleiner Häuser, von freilich nur leichter Bauart, zeigte, daß der Verkehr hier ein reger sein müsse. Zu der That bewegten sich zahlreiche Blenschen der verschiedensten Hationalität hin und her, und die verschiedensten Sprachen konnte man hier hören. Wie man unsern Freunden berichtete, lag pniel im Innern des Landes, wenigstens noch s()0 Beeilen entfernt. Die Stadt war erst in acht Tagen zu erreichen, und zwar geschah es gewöhnlich auf einem jener zweirädrigen mit Ochsen bespannten Karren, wie sie aus den Diamantenfeldern gebräuchlich sind. Bnsere Freunde mieteten einen solchen, dessen Eigentümer ein Heger mit’ ziemlich intelligentem Gesicku-? -.mr, der auch ziemlich gut englisch sprach.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.