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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 16 (1895) · p. Seite 247

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
16 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
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Sic die mir angethane Beleidigung nicht augenblicklich zurücknehmen, ich Ihnen die Himschale zerschmettere." — Heller hatte mit nicht minderer Ruhe ebenfalls einen Revolver hervorgeholt und erwiderte: „Ich werde nichts zurücknehmen, bis ich Ihre Taschen durchsucht und inein Besitztum nicht gesunden haben werde." — Der Gastwirt, unter dessen Augen sich säst täglich derartige Austritte abspielten, schien die Trregten beruhigen zu wollen. Dadurch wurde die Stinnnung aber noch gereizter, „Ich werde meine ID affe einstecken," schrie Heller, „sobald dieser wann sich einer Durchsuchung wird unterzogen haben; ich behaupte nochmals, daß er meine Steine hat." — „Nun, hier haben Sie etwas für Ihre Behauptung" — erwiderte der Andere, und ehe es die Umstehenden verhindern konnten, erhob er sich mb drückte seinen Revolver aus Heller ab. Der Schuß krachte, und der Diamantensucher stürzte mit dem Ruse: „Ich bin zu Tode getroffen!" zusammen. Der Alörder wollte nun schleunigst die Flucht ergreifen. Allein zwei kräftige Arme schlangen sich wie eiserne Haken um seinen Nacken und hielten ihn fest. Ts war (indenberg, der den Alörder seines (andsmannes nicht so leichten Kaufes wollte davon kommen lassen. Der Amerikaner hatte jedoch die Arme noch frei. Tr gab einen zweiten Schuß aus (indenberg'ab, aber ohne ihn zu treffeil. Tin heftiger Riiigkaiiips entspanil sich nuil zwischen beiden, der eine kurze Zeit unentschieden blieb. Jetzt hatte der Amerikaner Öen Hals (indenbergs mit feinen Händen umklammert, daß öiefem der Atem verging. Rodeilheiil stürzte hiilzu, und iiur mit Ausbietung aller Kräfte gelang es ihm, seinen Freund frei zu machen; dafür erhielt er einen Faustschlag ins Gesicht, der ihn zurücktaunieln ließ. In öiefem Augenblicke öffnete sich die Thür, unö ein Polizist trat iiis (okal. Sein Blick siel auf den ain Boden liegenden blutenden und' röchelnden Heller. „wo ist der Thäter?" fragte er, sich im (okale umschauend, und bald gewahrte er den Ainerikailer, der ihin nicht unbekannt zu sein schieil, und der die letzten gewaltsaiilen Anstrengungen inachte, sich voll öcm ihn haltenden (indenberg zu befreien. Aut Hilfe iloch eines schnell Herbeigerufeneil Polizeibeamten gelailg es, den wörder zu feffeln und ihn so unschädlich zu iilachen. Dailn wandte sich der erste "Kriminalbeamte an den aus öcm Boden 'liegenden Heller. Doch dieser war bereits bewußtlos gewordeil, uild alle an ihn gerichteten Frageil blieben unbeantwort. Aus der Stirn sickerte das Blut in eiilzelilen Tropseil hervor. Der Schwerverwuildete wurde ausgehoben, die Wunde wurde gereinigt und ilotdürstig verbuildeil. Hieraus ließ der Beaiilte sich voll deiil Wirte des (okals den gailzeii Hergailg der Sache erzählen und machte Auszeichimilgeil darüber. Auch (indenberg wie Rodeilheiil, die der Polizist noch im Kampfe mit dem Verbrecher ailgetroffeil hatte, machten ihre Aussagen, welche ebenfalls notiert wurden. „Nehmen Sie doch öen verwundeten nach ihrem Privatzimmer," — wandte sich der Polizist jetzt zu deiil Wirt „uild lasseil Sie schleunigst einen Arzt rufeil, vielleicht ist das (ebeil dieses Ktenfehen noch zu erhalteil. Bis wir ihn iiach deiil Krailkeilhause bringeil köilileil, werden wohl noch einige Stunden vergehen." Die Habseligkeiteil, die der verwundete bei sich trug, wurden voll deiil Beamten all sich geiloiiliiien. §pie, jgxeine Herreil", wandte

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