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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 15 (1895) · p. Seite 233

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
15 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 233 (sequence 9)
Language
German
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288 und Wettkämpfe aufgeführt. Jene gefesselten Juden hingegen, welche dem Siegeswagen des triumphierenden Imperators folgen, welche wissen, daß sie für die Aampfspiele mit wilden Tieren aufbewahrt werden, sie schauen vertrauensvoll gen Himmel und verzweifeln nicht an der Zukunft Israels. —■ Romas Götter find in Staub und Asche gesunken, das alte Rom von Barbarenhorden vernichtet, Juda aber bestehet und lebt unter den Völkern, es trotzt allen Stürmen der Zeit, sein Glaube ist unerschütterlich; seine kehre, der siebenarmige Leuchter, der, hinausgetragen aus den engen Räumen des alten Heiligtums, den Völkern der ganzen Welt leuchtete, die Finsternis des Heidentums zerstreute, sie ist der Schaubrottisch, welcher der gesandten Rkenschheit die geistige Vahrung wahrer Religiosität und geläuterter Sittlichkeit darbietet. Das besiegte Juda triumphiert über das siegende Rom — das stellt uns der Triumphbogen des Titus dar. Spiele und Spielzeuge in Talmud. Voll X Singer, Gvmnasial-Proseffor in Vjhelv. „Schon im Spiele erkennt man den Knaben, ob er Rosen oder Dornen hervorbringen wird", sagt der Midrasch. Gs ist daher unvernünftig lind unrecht, den Kindern den nnschnldigen, ja vielfach nützlichen Genuß am Spiele Zn verbieten, Gilt Kind, dein inan ein Spielzeug in die Kand giebt, kommt in die Sage, ohne besondere Anstrengung schon im kleinen seinen Geist Zn üben, ilnd die Spiele mit Altersgenossen machen den Knaben regsamer iilid lebhafter; sie bringen ihn andern Menschen näher, während solche Kinder, deneli schon frühzeitig weder allein, noch mit andern zu spielen gestattet wurde, sich später von den übrigen znrückziehen miö auch von iiiemanö ausgesucht werdeii. Wie niaii aber an deii Spieren der Kinder bereits erfennen kann, ob ihr Thlm rein und tugendhaft fein wird, so kann nian von ihneil auch ans die Sitten Mid Aeigungen des ganzen Volkes schließen. So siiiden wir besoiiöers bei den gebildeten Völkern aller Zeiteil Kinderspiele erwähiit, die nicht mir Znm Zeitvertreib vorhanden waren, sonderii vorzüglich zur Veredlung des Geistes dienten. fjn dieser Weise erwähnt der Talinuö und Midrasch Kinderspiele, die nicht nur unschädlich waren, sondern sogar wichtige erzieherische Vorteile gewährten, die aber vor allem deshalb besprochen werden sollen, weil sie ineist jetzt noch in Anwendung ko:uinen. l) Das Da'-ga-Spiel (-Stufenspiel) besteht darin, daß auf drei aneinander gelegte Aüsse eine vierte gelegt wird. Gewöhiilich stellt jeder Spieler eine Darga auf, und üno mehrere beteiligt, so werden die Dargas in einer Kreisform aufgestellt, indem eitle Darga in die Mitte kommt. Mit einer möglichst großen Aust wird von einer vorher bestinnnten Stelle aus nach den

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