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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 15 (1895) · p. Seite 228

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Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
15 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 228 (sequence 4)
Language
German
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Lindenberg jucftc mit den 2lchseln. „Sic bleiben sich immer gleich," sagte er. „(Gleich ruhig und zuversichtlich, wie Sie mich in den Stunden der Gefahr gesehen." IV. Kapitel. "5 (mn* wartete Entweder hatte man aus jener Insel keine Kenntnis von deni Schiffbruch, oder man war gleichgiltig gegen das Schicksal der davon Betroffenen. Denn eine ganze Nacht und ein halber Tag vergingen, und Külfe von dort war nicht erschienen. Inzwischen hatte man zwei Boote notdürftig aus den Überbleibseln des gestrandeten Schiffes zusannnengeftellt. Am Nachmittage verließen dieselben, je mit zehn Ulann besetzt, den Felsen. Später sollten sie zurückkehren, um die übrigen zu holen. Unsere freunde waren unter den ersten. Der Wind war günstig, und man kam dem Lande inuner näher. Allmählich war jedoch die Nacht hereingebrochen; aber niemand zeigte sich am Strande. Am frühen Ulorgen endlich sah man einige Gestalten aus den: an der Bucht sich hinziehenden Gebüsche auftaucheu; später konnte mmt sogar wahrnehmen, daß sie miteinander sprachen, ohne daß von ihnen etwas geschah, um den Ankönnnlingen bei ihrer Landung behülflicb zu sein. Die Unglücklichen waren darüber höchst erstaunt, ja entrüstet. Ulan konnte die Gefühllosigkeit nicbt begreifen, wie sie sich hier unglücklichen Ulenschen gegenüber kundgab. Der Kapitän ließ nichtsdestoweniger ans Land rudern, und man betrat die Insel. Aber die Inselbewohner standen auch jetzt noch als niüßige Zuschauer da. Da redete sie der Kapitän in deutscher Sprache an, erhielt aber keine Antwort. Erst als er englisch zu ihnen sprach, da fand er Gehör. Sie wollten von dein Untergange des Schiffes nichts gewußt haben, gaben sie als Grund für ihr Verhalten an. Nun luden sie die Angekommenen ein, in das Innere der Insel zu kommen, erkärten ihnen aber sogleich, daß sie sie nur für einige Tage bei sich behalten könnten. Bestinnnte Gesetze gestatteteil den Fremden feinen längeren Aufenthalt auf der Insel. Der Kapitän erbat nun in jedem Halle Speise und Trank für die Schiffbrüchigeil, da sie schon fast zwei Tage jede Nahruilg entbehreil inußten. Dieses sollte ihneil auch gewährt werden; doch iilußten sie Öen sehr beschwerlicheil Weg ilach denl Iilneril der Insel antreten. Wildes Gestrüpp uild dürre Kaide wechselteil miteinander ab, nur hin und wieder stieß num auf menschliche Wohnungen mit anstoßenden Gärten und Ackern. Diese Ansiedelungen lagen zerstreut nnö waren durch keine Straße miteinander verbunden. Endlich kwil num nach einem Flecken, wo eine größere Anzahl Käufer sich befand; langgedehnle Speicher nnö Warenräume standeil zwischen ihnen; denn die Bewohner dieser Insel, meist Engländer, lebten 51x111 aroßen Teil von der Jagd uird triebeil einen lebhaften Kandel mit Tierfellen, solche lageil auch in großen Ulengen in Öen freilich nur sehr leicht Hergestellteil Scbuppen uild Speicheril angehäuft. Iil einein zufällig leerfteheildeil dieser Räume wurde eine Tafel zur Bewirtung der Fremden aufgeschlageii, und die Iilselbewohner brachteil voll dem vorhandenen Ulundvorrat, deren größten- Bestaildteil Fleiseb, Ulilch und Reis bildeten, herbei. Die Angekominenen

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