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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 14 (1895) · p. Seite 221

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
14 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 221 (sequence 13)
Language
German
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221 Änderungen darin vorgenommen wurden. Das naturhistorische fand ich fast noch schöner, da ich mich für Naturwissenschaften sehr interessiere, Hier befinden sich die wertvollsten Sammlungen von in- und ausländischen Tieren. Alle Arten und Gattungen sind dort vertreten. Ganz besonder großartig sind die Stein- und Insektensammlungen, wie ich solche noch niemals zu sehen Gelegenheit hatte. Ist: der Edelsteinsammlung siel mir besonders ein Strauß auf, der aus den verschiedensten Edelsteinen gefertigt und ein Brautgeschenk für Amria Theresia, von ihrem Bräutigam war. Zwischen den beiden Amseen, gegenüber der kaiserlichen Burg, erhebt sich das Amria Theresia-Denkmal, welches erst voreinigen Jahren enthüllt worden ist. Die Aaiserin befindet sich in sitzender Stellung; an den vier Ecken des Postaments sind berühmte Zeitgenossen dar» gestellt und die Reliefs zeigen Hauptmomente ihrer Regierung. Eines Abends besuchten wir auch das neue Burgtheater. In den Foyers uii& Borräumen sieht man die Bilder aller berühmten Schauspieler und Schauspielerinnen, die an / diesen! Theater gewirkt haben. Zum Schluffe unseres dortigen Aufenthaltes machten wir noch eine Fahrt durch den Prater, der ungefähr gleichbedeutend /-■ mit unserm Tiergarten ist. Dann nahmen wir Abschied von IPteit und der schönen blauen Donau und kehrten nach unserm lieben Berlin zurück. Aut dankerfüllten! Herzen mußte ich an den schönen Spruch Eichendorffs denken: „Wen! Gott will rechte Gunst erweisen, Denn schickt er in die weite Welt; Den! will er seine Wunder weisen In Berg und Thal und Stronr und Feld." Berlin, den 22. Juli i8cg. Lieber Arthur! Es bedurfte nicht erfi Deiner Erinnerung an den bevorßehctuten q. Ab; denn ich befitze und benutze den Engel'fchen Kalender. Zum Lohne für Deine Aufmerkfamkeit will ich Dir heute — Deinem Wunfche geqnäfs — eine Befchreibung des erfien Tempels geben. Eine Betrachtung über den (). Ab findefi Du an einer andern Stelle in diefem Blatte. Der erste Tempel. König David, der dem Gottesdienste besondere Fürsorge widmete, hatte schon die Absicht gehabt, anstatt des Zeltes, in welchem die Bundeslade seit der AVüstenwanderung sich befand, einen prächtigen Tempel zu erbauen, aber erst sein Sohn Salomo sollte diese Absicht ausführen. Doch hatte David selbst noch den Berg Moria für den Tempelbau bestimmt und viel Gold und Silber und andere Stoffe dazu gesammelt; auch gab er seinem Sohne ein Vorbild des ganzen Tempels und aller Geräte; hierzu spendeten dann alle Fürsten, Stammeshäupter und andere Vornehme freiwillige Gaben. Salomo (1018—978) begann im 4. Jahre seiner Regierung den gewaltigen Bau auf dem Berge Moria. Dieser lag nordöstlich vom Berge Zion und wurde mit ihm durch eine Brücke verbunden; daher der Karne Zion auch für den Tempelberg Moria gebraucht wurde.

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