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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 14 (1895) · p. Seite 222

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
14 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 222 (sequence 14)
Language
German
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222 Zwei Vorhöfe umgaben das ganze Heiligtum, nämlich der grosse oder äussere Yorliof (Yorliof des Yolkes), und der innere (obere) Yorliof (der Vorhof der Priester). Der Haupteingang war im Osten. In dem Yorhof der Priester waren die zum Opferdienst erforderlichen Geräte aufgestellt: der grosse eherne Altar; ferner ein kunstvoll gearbeiteter, grosser Wasserbehälter, genannt das eherne Heer, der auf 12 ehernen Kindern ruhte (je 3 nach einer Himmelsgegend); endlich 10 eherne Kecken zum Reinigen der Opferstücke (5 auf der rechten, 5 auf der linken Seite); sie ruhten auf Gestellen, die mit Rädern versehen waren. Yon dem Yorhofe gelangte man in die Halle (Ulam), welche die ganze, 20 Ellen betragende Breite des Tempels einnahm und eine Tiefe von 10 Ellen (natürlich von Osten nach Westen) hatte. Zwei riesenmässige hohle, aus Erz gegossene Säulen standen am Eingang zur Halle; ihre Köpfe (Kapitale) hatten die Gestalt einer aufgebrochenen Lilie und waren mit einem netzförmigen Gitterwerk in der Art von Laubgewinden umschlungen und mit einem Schmuck in Form von Granatäpfeln verziert. Eine Fliigeltliüre aus Cypressenholz führte von der Halle in das Heilige (Heclial). In diesem standen: der goldene Altar, 10 goldene Tische und 10 goldene Leuchter (5 zur Rechten nnd 5 zur Linken). Eine Wand schied das Heilige vom Allerheiligsten, welches ebenso hoch wie lang und breit war (je 20 Ellen). In dieses führte eine Flügeltliiir aus Ölbaumholz, welche mit dem buntgewirkten Teppich versehen war. Im Allerheiligsten stand die Bundeslade mit den 2 steinernen Tafeln. Für dieselbe Hess Salomo 2 Cherubim (Engelsgestalten) aus Ölbaumholz verfertigen, die 10 Ellen hoch waren und ganz mit Gold überzogen wurden. Sie waren so auf der Lade aufgestellt, dass die inneren Flügel einander berührten, die äusseren aber an die Wand reichten. Die Wände des Heiligen und Allerheiligsten waren mit Cedernholz getäfelt, das mit kunstreichem Schnitzwerk verziert und mit Gold belegt war. Die Thiiren an beiden Eingängen gingen in goldenen Angeln und waren mit ähnlichem Schmuck bekleidet. Der Fussboden in beiden war mit Cypressenholz gedielt und mit Gold ausgelegt. An den äusseren Mauern des Tempels war auf 3 Seiten (im X., W. und S.) ringsum ein Xeben bau angebracht. Dieser hatte 3 Stockwerke (je 5 Ellen hoch), die durch eine Wendeltreppe mit einander verbunden und in 20 Gemächer abgeteilt waren. In ihnen wurden Schätze, Waffen, Yorräte und dergl. auf bewahrt. Erst über diesen Stockwerken waren die Fenster des Tempels angebracht, in dem es somit nicht all zu hell gewesen sein kann. Das ist der Salomonische Tempel, auch der erste Tempel genannt, der über 400 Jahre gestanden hat, bis er durch Xebukadnezar im Jahre 586 zerstört und seine Geräte nach Babylon gebracht wurden. Eine Schilderung des zweiten Tempels bringe ich Dir in einer der nächften Nummern. Mögen Dir die fo angenehm begonnenen Ferien auch weiter gut bekommen! Gesellschaftsspiel. 5prichti>Örter :c. raten. Pie Gesellschaft, ans der sich derjenige, der raten null, entfernt bat, bestimmt ein Litat aus einem bekannten Rlassikerwerk oder den Anfang eines Liedes. )eder der Mitspielenden erhält nun ein Wort aus demselben in r chtiger Reihenfolge und hat auf

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