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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 14 (1895) · p. Seite 215

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
14 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 215 (sequence 7)
Language
German
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— 215 — zackigen, felsigen Boden, Sie konnten leicht von der wiederkehrenden Flut zurückgerissen werden. Aber oben auf der Plattform des Felsens hatte man sie bereits bemerkt; man kam herab und brachte mit vereinten.Kräften die Bewußtlosen in Sicherheit. Die „Sphinx" war ein Wrack geworden, als der Sturm sich legte, und eine Stunde daraus lächelte der blaueste Himmel aus die Stätte des Unglücks herab. (Fortsetzung folgt.) Berichtigung: Seite \98 Zeile \8 von oben ist eiuzuschalten „Uhrmacherei". Der Zar und der Rabbi. Nach dem Russischen von Albert Ratz. (Es war im ^jahre l840. Kaiser Ricolaus inspizierte die'in den K)est- Gouvernernerrts und im Königreiche Polen garnisonierenöen Truppen und besuchte aus diesem Anlaß auch die Stadt Hornel im Gouvernement Alohilew, wo Zur Zeit die vou öeu Geuerälen Roöinger und Baron Offenberg befehligten Infanterie- und Kavallerie-Regimenter stationiert waren. Der Zar war auf derartigen Reisen kein Freund von Gmpfangsfeierlichkeiten und sab es nicht gern, wenn seitens der städtischen Behörden ihm Zu (Ehren besonderer Aufwand getrieben wurde. Sein Aufenthalt in den sjnspektionsorten währte gewöhnlich Zwei oder drei Tage, sin früher Alorgenstnnde sah man ihn an der Spitze der Truppen dem Exerzierplätze Zueilen, wo er in eigener Person das Kommando führte. Rach des Tages Arühen liebte er es, dann Rn einfacher OffiZiersuniform ohne jede Begleitung einen SpaZiergastg außerhalb der Stadt Zu niacheu, und so lustwandelte der Zar Zuweilen, in Gedanken versunken, stundenlang, froh, wenn er, der Gefürchtete, von niemandem erkannt wurde. Selbst in Warschau, unter den Zur damaligen Zeit nach Revolution lechZenden Polen, ließ er es sich nicht nehmen, ohlie Schutz und Begleitung in den Irrwegen des DaZenkagarteus Zu promenieren, und die Gensöarmen, denen des Zaren Naturell nicht unbekannt war, Hüteter sich, ihm auf seinen einsamen Spaziergängen in den K)eg zu geraten. Auch hier in Hornel blieb der Zar feiner Gewohnheit treu. Rs war ein heißer Sommertag. Die Sonne sandte glühenden Brand nieder, der Staub der ungepflasterten Straßen der Stadt glühte wie Kohlen, und Arensch und Vieh verbarg sich vor der sengenden Glut des Tagesgestirns. Alan atmete auf, als in den ersten Rachmittagsstunöen dunkle Wolken das Firmament umzogen und dann erquickender! Regen niedersandten. Lin frischer Qrfthanch durchzog die Straßen der Stadt, ^n einen leichten Sornrnerinantel gehüllt, eine weihe OffiZiersintttze auf deru Haupte und einen SpaZierstock irr der Rechten, i

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