Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 11 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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172 schrifteu, denen die Kinder längst entwachsen sind, und welche gar nicht mehr oder nur in den seltensten Allen beachtet werden, ebenso unbenutztes, noch brauchbares Spielzeug. Ls wird sicher Cure Kerzen erwärmen, Euren weniger vom Geschicke begünstigten Rebenmenschen wohlzuthuu. Gute ssugeudschrifteu zu erhalten, ist für die Kinder der ärmeren Klassen bisher nur in den höheren Klassen der Volksschulen ermöglicht worden; in das eintönige, öde, freudlose vasein der ^roletarierkinöer werden ssugendschriften nicht nur ungemein viel Freude bringen, sondern neben den Kindern werden auch die Eltern Belehrung und Anregung in ihren kargen Mußestunden aus den Erzählungen schöpfen. Rittet daher Eure lieben Mütter, allerlei Spielsachen, welche von Euch nicht uiehr benutzt werden, statt in der Rumpelkammer aufzubewahren, Bücher, denen sshr entwachsen seid, armen Kindern schenken zu dürfen und ihnen damit frohe Stunden zu schaffen. Wohl giebt es Bücher und Spielsachen, die als besonders teure Andenken von lieben und werten Personen Euch wertvoll sind und von Euch hochgehalten werden; diese verwahrt, auch wenn sie nicht mehr benutzt werden, sorgfältig, wo dies jedoch nicht der All, da sendet, meine lieben jungen Freundinnen, die sshr so glücklich seid, von liebenden und geliebten-Eltern und verwandten an Euren Geburtstagen und zum Ehanukahfeste lnit schönen und lehrreichen Büchern beschenkt zu werden, die alten an die Stätten, wo sie schmerzlich entbehrt werden müssen. Eure Gabe wird armer Kinder Kerzen höher schlagen, armer Kinder Augen froher auflenchten lassen und der Bank, der in ihren beseligten Kindern sich sonnenden Eltern wird Euren Eltern und Euch zum Segen gereichen. Regina Neisser. Fürchte dich nicht. wir lenken unsere Blicke nach Schweden, einem schönen, aber wild romantischem Lande, das von hohen Bergen durchzogen wird un'd an dessen steilen Rüsten die wogen des B leeres brausen, viele kleine Inseln dieses Rceeres sind so nahe an dem Festland gelegen, daß sie von demselben nur durch schmale Wasserstraßen getrennt werden. Im Winter, wenn dieselben hart gefroren sind, gleichen sie der schönsten Eisbahn, die von den im Schlittschuhlaufen von Kindheit an geübten Bewohnern als Verkehrsstraße benutzt wird. Es war an einem kalten Winterabende. In einer kleinen Hütte auf eine der Inseln brannte ein mattes Licht, das nur einen schwachen