Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 11 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/9620171-9621231-9621413--0201-9621424- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
171 hochselige Kaiserin Angusta ans öem Gebiete -er barmherzigen Rächsteiiliebe gewirkt itiiö geschaffen bat; nicht minder die verstorbene Königin Glga von Württemberg. sthrem trefflichen vorbilde eifern die deutschen Fürstinnen alle, insbesondere die edle GroßherZogin von Baden, die Kaiserin Friedrich und die junge Kaiserin Angnste Viktoria pietätvoll und mit segensreichem Erfolge nach. Vas musterhafte Beispiel der höchsten Kranen hat in allen Kreisen begeisterte Rachahmung gefunden, ste nach vermögen und Können nehmen jranen an öffentlichen Ivohlthätigkeitswerken, Ivohlfahrtseinrichtnngen und nlilden 5tiftnngen regen Anteil, sind Beraterinnen und Helferinnen eines größeren oder kleineren Geiles bedürftiger oder unbemittelter Personen und wirken als stille wohlthäterinnen der Armen. Andern Zn helfen und wohlZnthnn, birgt sür jedes liebevolle jranengemüt einen unermeßlichen Schatz von Befriedigung in sich, und in dem kleinen Alädchen regt sich schon frühzeitig dieser echt weibliche Trieb. Alan braucht selbst nicht reich mit Glücksgütern gesegnet Zn sein, um seinen bedürftigen Mitmenschen Liebe und jrende Zn geben, unsere wokstthaten können ans verschiedene Art geübt werden, oft wird f ton das Wort Zur Chat, nicht immer, nicht überall sind reiche Geldspenden am Plaste, das gute Wort findet stets eine gute Stätte; §, B. versuchet, meine jungen Freundinnen, alte vereinsamte Bekannte Eurer Mütter Zn besuchen, 'ihnen etwas vorZnlesen, und sthr werdet darüber ein freudiges Hochgefühl empfinden. stch möchte nun Euren Blick, meine tenern jungen Freundinnen, auf einen Zweig der wohlthätigkeit lenken, welcher bisher viel 51t wenig beachtet worden ist, und doch so sehr geeignet ist, ohne (Opfer Segen, Zrende, Belehrung und Anregung unter unfern hedürftigen Mitmenschen hervorZnrnsen. J11 öem Buche meiner Erinnerungen in trüber regnerischer Dämmerstunde blätternd, gedachte ich kürZlich einer Menge ungebundener und gebundener Zeitschriften, gesamnwlter Zeitnngsfenilletons n. s. w., welche ich vor vielen fahren infolge eines Aufrufes der Direktion des Allerheiligenhospitals Zn Breslau in Zwei großen Waschkörben, Zur Unterhaltung der Kranken und Genesenden spendete. Später sandte ich oft und thue dies, bis zur Stunde unentwegt, wohlerhaltene stngendschriften in die Waisenanstalten, oder schenke dieselben den Kindern oder Enkeln meiner Hansarmen, wie sie sich ja in jeder Familie finden. J11 jedem Haushalte giebt es gebnndeiie Zeitschriften und stngend-