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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 11 (1895) · p. Seite 169

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
11 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 169 (sequence 9)
Language
German
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— 169 — aber nehm' (Er mir’s nicht übel, der Juwelier Zappert hatte recht —- (Er ist wirklich ein klein wenig ein großer Lhammer", und die schöne Frau sprach die jüdischen Worte, die sie erst vor kurzem von Magdeburger aufgefangen hatte, so liebenswürdig komisch aus, daß sie selbst, das Kammermädchen und auch Magdeburger herzlich lachen mußten. „Ls fällt mir ja," fuhr die Oberstburggräsin fort, „nicht im Trau,ne ein, Ihn, noch weniger als zehn Gulden geben zu wollen — bewahre! ich kann Ihm Seine große Redlichkeit nicht bezahlen, aber freund Magdeburger, das kann (Er mir doch nicht anthun wollen, daß (Er nicht — zweitausend Gulden von nur anninnnt — da," die Gräfin reichte ihm zwei Tausendgulden-Boten, „nehm' (Er, und dabei bleibe ich Ihm noch zu Dank verschuldet, — und des Zapperts Schaden soll es auch nicht sein, das ist ein Ehrenmann, den werde ich dem ganzen Adel bestens empfehlen." Magdeburger war zur Salzsäule erstarrt. Daß die Mberstburggräsin keinen Scherz treibe, das nmßte er wohl erkennen. Seine Blicke flogen von den Banknoten auf das lächelnde Gesicht der hohen Dame, dann wieder zurück. Zweitausend Gulden bei einem Geschäfte im Handumdrehen zu gewinnen! und dreihundert hatte er ja auch vom Juwelier Zappert bekommen! . . . Ls ward ihn: schwindlig, er mußte sich an der Stuhllehne festhalten, er rieb sich die Augen, zupfte sich am Ohrläppchen, um sich zu überzeugen, daß er nicht träume. Dann erst nahm er die zweitausend Gulden und rief mit Begeisterung: „Gnädige Lxcellenz! Sie sind — so soll ich gesund und glücklich sein — ein ganz groß Stück Zucker mit Mandelkern!" — aber schon in dem nächsten Biomente überflog ein sinsterer Schatten sein ehrliches Gesicht, „Lxcellenzleben," sprach er, und seine Stimme zitterte vor Aufregung, „überlegen Sie sich's gut, thun Sie sich nit übereilen! Ls ist wahr, Sie haben geglaubt, kaum zweitausend Gulden für die Brillanten zu kriegen, — und wenn ich hält' gebracht nur zwölfhundert, ’— und hätt' gesagt, der Zappert will nit mehr geben — hätten Sie mir auch nit die Bas' abgebissen, — und ich Hab' Ihnen gebracht einundvierzigtausenV^Gulden — das is e Happen — aber Schwesterleben, gnädige Lxcellenz! — zweitausend Gulden für ein Geschäft geben! — das müssen Sie sich doch e bisl überlegen. Sie sind brav — mein Glück soll mir so gehen, wie Sie brav sind, — aber Ihr Bla,in, Seine Lxcellenz, der Herr Oberstburggraf" — Magdeburger ,nachte ein höchst bedenkliches Gesicht, „wenn's der erfährt, daß Sie so mit den.

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