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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1934-04-01 · 8 (4.1934) · p. Seite 94

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
9 (1934)
Issue
8 (4.1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 94 (sequence 17)
Language
German
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Seite 94 Nr. 8 mit künstlerischer Ausdeutung des Melos. — Auch die übrigen Gesangs-Solisten, Eose Cahn-Cranach, Käthe Klein (Sopran), Bertel Levy, Dr. Johanna Simon (Alt), Fritz B 1 u m-W ilhelmy, Julius Edinger (Tenor), Walter Löwenbaum, Manfred Naumann (Bass) trugen aufs beste zum Gelingen des Abends bei. Oberkantor J. Jonas sang die in den hebräischen Chören enthaltenen Kantorsoli überzeugend. — Irma B e n d h e i m Frankfurt a. Main begleitete die Chöre exakt. Am 27. April 1935. abends 8 Uhr 30 veranstaltet im Vortragssaal der israel. Gemeinde Mainz, Hindenburgstr. 44, Eingang Josefstrasse, Fräulein Rose Cahn-Cranach einen Kammermusik-Abend. Fräulein Rose Cahn-Cranach singt, begleitet von Dr. Willi Salomon, Frankfurt, Lieder von Schubert, Brahms, Mahler und Wolf. Alice Rosenbaum und Dr. Willi Solomon spielen auf zwei Klavieren Werke von Mozart und Brahms. 75 jähriges Bestehen der Unterrichtsanstalt der isr. Religionsgesellschaft, Mainz In einer Zeit der Rückkehr zum Judentum, der Neuschaffung jüdischer Schulen konnte die Religionsgesellschaft in Mainz das 75iährige Bestehen ihrer Unterrichtsanstalt feiern. Vor 75 Jahren schuf Rabbiner Dr. Markus Lehmann dieses Werk, das sein Nachfolger, Rabbiner Dr. Bondi, im gleichen Geiste weiterführte. In einer würdigen akademischen Feier, zu der der erste Vorsteher der israel. Religionsgemeinde Mainz, Herr Kommerzienrat B. A. Mayer, sowie die Vertreter jüdischer Vereinigungen ihre Glückwünsche überbrachten, legte Herr Rabbiner Dr. Bamberger, der jetzige Schulleiter, Ziel und Aufgabe der jüdischen Schulen dar. Die Aufführungen der Schulkinder gaben ein lebendiges Zeugnis von der sinnvollen jüdischen Erziehung in dieser Schule. Ein gemütliches Beisammensein, unter Leitung von Herrn Dr. Picard, schloss diese Feier. Heldengedenkfeier des R. J. F. Mainz Die Ortsgruppe Mainz des R J. F. veranstaltete am 17. März in der Halle des israelitischen Friedhofes eine Gedenkfeier für die gefallenen jüdischen Kameraden. Der Vorsitzende, Kamerad Dr. Lehmann, hielt eine eindrucksvolle Gedenkrede und verlas zum Schluss die Namen der gefallenen Kameraden aus der israelitischen Gemeinde Mainz. Umrahmt war die Feier durch Gesänge „Adonoj moh olom" und ..el mole rachamim", vorgetragen von dem Kameraden Oberkantor Jonas, mit Harmonium-Begleitung von Herrn Lehrer Mendel, sowie durch die Gedichte „Den Ausziehenden" von Heymann und „Frühling" von Seligsohn aus dem Buche „Kriegsbriefe gefallener Deutscher Juden", vorgetragen von dem Jugendsportkameraden Hans Levi. Nach dem Kaddisch wurden die Gräber der hier ruhenden gefallenen Kameraden besucht. Zu den am Sonnabend bezw. Sonntag veranstalteten Gedenk- ^ottesdiensten in den beiden Synagogen waren von der Ortsgruppe besondere Abordnungen entsandt. V. Offen bach Bericht über die Lerntagung des Hessen-Hessen-Nassauischen Landesverbandes, Verband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands, veranstaltet in Offenbach a. M. vom 8.-10. März gemeinsam mit der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung. Die Lerntagung wurde mit der feierlichen Begehung des Freitagabends eingeleitet. Rabbiner Dr. Dienemann — Offenbach a. M. schilderte im Rahmen dieser Feierstunde die Formen der Begehung des Sabbat in Erez Israel. In lebendigen Bildern zeigte er Eingang und Ausgestaltung des Sabbat in den Städten und Kolonien des Landes, Freitagabend in den Strassen Jerusalems, Oneg Schabbat in Tel- Aviv, Sabbatvormittag am Strande und den Sabbat als den Ruhetag der Bauern von schwerer körperlicher Arbeit in den Kibbuzim. Der Vortrag wurde umrahmt von Kiddusch und Benschen, Liedern der Offenbacher Junggruppen und gemeinsam gesungenen Smiros. Nach dem Gottesdienst am Samstagmorgen begann die erste Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Geschichte". Rabbiner Dr. Diene mann zeichnete die Gestalt Jochanan ben Sakkais in ihren Zusammenhängen mit der jüdisch-religiösen Entwicklung dieser Zeit und der in das jüdische Leben eingreifenden römischen Geschichte. Insbesondere wurde Jochanan ben Sakkai in seiner Bedeutung als Retter des geistigen Zentrums herausgearbeitet, und in seiner glücklichen sicheren Eigenwilligkeit als starke Persönlichkeit, ohne deren Dasein die Möglichkeit der Fortexistenz des Judentums fragwürdig gewesen wäre, dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeitsgemeinschaft wurde nach einer kurzen, aber für unseren gesamtjüdischen Bund besonders wesentlichen Schilderung des Patriarchen Gamliel, der in dieser Zeit die äussere Existenz der jüdischen Einheit und damit der Judenheit überhaupt durch unbedingte Autorität sicherte, Rabbi Akiba behandelt. Rabbi Akiba der Schriftlehrer, Rabbi Akiba der nationale geistige Führer, Rabbi Akiba der Märtyrer. Im Oneg Schabbat sprach Dr. Gundersheim er, Frankfurt a. M. über „Max Liebermann." Es war eine Stunde des Gedenkens, des Verstehens und des Aufrufes. Liebermann der Maler nichtjüdischer Stoffe, der Schüler und späterer Lehrer Berliner Kunst, der stärkste Vertreter seiner Kunstrichtung, der Freund der jüdischen Jugend, wurde zum Vorbild in Leistung, Alle MÖbel kaufen Sie | billigst bei S. STERN| | Empfehlenswerte Geschäfte in Offenbach j am Wilhelmsplatz | Bernhard Bloch MASS-SCHNEIDEREI Beste Referenzen BETTINASTRASSE 38 IM. MÜDCÜ W* Ä, Friedhof8tr. 40 Fernspr. 81065 Bildhauer, Grabmal- und Kunststeinwerkstätte Ausführung von Grabdenkmälern in allen Gesteiniarten Renovierungen — Einhauen und Vergolden von Inschriften DEUTSCHE EFFECTEN« UND WECH$El*BÄNK vormals L. A. Hahn - gegründet 1821 - Akt.-Ges. seit 1872 Frankfurt am Main, Kaiserstraße 30 Depositenkasse Ottenbach Berlin W 8 Frankfurterstraße 54 Kronenstraße 73/74. Wilhelm Schüßler W*. Inhaber: Gg. u. Gust. Schüßler Steinmetzgeschäft Gegr. 1846. 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