Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 9 (1934)
- Issue
- 8 (4.1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 93 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 Seite 93 Silberne Hochzeit 27. 3. Rudolf Günzburg und Frau Toni, geb. Levi, Mainz. Gründung eines Synagogen-Chor-Vereins in Mainz Der Erfolg, den das stark besuchte Konzert des Mainzer Synogogenchors erzielte, hat zur Bildung eines Synagogen-Chor- Vereins geführt, dessen Aufgab« die Pflege des synagogalen und allgemein-religiösen Gesanges sein soll. Der Jahresbeitrag beträgt RM. 3.—. Die Mitgliedschaft berechtigt zum freien Eintritt bei allen Konzert-Veranstaltungen des Vereins. — Es wäre erfreulich, wenn stimmbegabte Damen und Herren ihren Beitritt alsbald auf dem Büro der Israelitischen Religionsgemeinde erklären wollten. Wir verweisen nochmals ausdrücklich auf unser Rundschreiben. Zentralwohlfahrtsstelle der israel. Religionsgemeinde Mainz Hindenburgstrasse 50 Bei der Zentralwohlfahrtsstelle der israel. Religionsgemeinde Mainz besteht ein ausserordentlicher Bedarf an gebrauchsfähigen Kleidungs-, Wäschestücke und Schuhwerk, der aus dem vorhandenen Bedarf nicht mehr befriedigt werden kann. Wir richten daher die dringende Bitte an alle, Kleidungs¬ und Wäschestücke, die sich noch im gebrauchsfähigen Zustande befinden, ebenso brauchbares Schuhwerk an uns abzuliefern, damit die dringendste Not behoben werden kann. Konzert des Mainzer Synagogenchors Das am Samstag, den 2. März d. J. stattgefundene Konzert des Mainzer Synagogenchors in der Hauptsynagoge, das unter Leitung des Dirigenten und Organisten Alfred Mendel stand, war ein voller Erfolg. Bereits das thematisch interessante Orgelvorspiel „Grave in C-Moll" von C. H. Rinck, von Alfred Mendel mit kunstgerechter Registrierung und großem musikalischem Ausdruck Beschwerden über nicht pünktliche Zustellung des Mitteilungsblattes usw. bitten wir nicht an uns, sondern an das zuständige Postamt, Zeitungsstelle oder Briefträger zu richten. vorgetragen, schlug die zahlreichen Hörer in seinen Bann und bereitete eine Feststimmung vor, die durch die darauffolgenden Darbietungen noch gesteigert werden sollte. — Es war in der Folge eine Lust, den in sauberer Intonation, in dynamisch fein abgewogenem Ausgleich und mit rythmisch-plastischer Gestaltungskraft ausgezeichneten choristischen Vorträgen zu lauschen. Ob Terzette oder Quartette, von Frauen- oder Männerstimmen gesungen, ob Teil- oder Ganzchor erklang, immer war man gefesselt von deren künstlerisch wirkungsvoll gestalteten Vortragsweise. Alfred Mendel hat, das muß mit Anerkennung für seine viele Mühe erwähnt werden, hier ganze Arbeit geleistet. Neben dem „Tow l'hodoss" von Rose und den „Gesängen beim Ausheben der Thora" von Kirschner, zwei sechsstimmigen Chören aus der Oper ,,Josef" und dem „90. Psalm" von Lewandowski gefielen besonders gut das Männerquartett „Chor der Brüder" aus „Josef" und der ä capella-Chor ,,S'u scheorim" von Naumbourg, der mit künstlerischem Wurf vorgetragen, den festlichen Abend beschloß. Eine besondere Note erhielt die gelungene Veranstaltung durch die Mitwirkung unseres einheimischen Violinisten Karl Czubaty, der durch sein Spiel den Beweis seiner reifen Künstlerschaft erbrachte. Wir hörten von ihm „Adagio aus dem Violin- Konzert in C-Dur" von Haydn und „La Follin" (Variationen) von Corelli-Leonard, zwei Stücke, die besondere Anforderungen an den Solisten stellen, denen er sich aber voll und ganz gewachsen zeigte. Alfred Mendel war ein sicherer und anpassungsvoller Begleiter auf der Orgel. Loni M e i n e r t, ebenfalls von Alfred Mendel stilgerecht begleitet, sang das „Hallelujah" von Hummel ausdruchsvoll und ($emetni>e *3Rttgfiefrer! Werdet Abonnenten des Mitteilungsblattes! Das Zeitungsbezugsgeld nach Abzug der Unkosten ermöglicht Eurem Landesverband seinen Verpflichtungen auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege, der Berufsausbildung und Berufsumschichtung eher nachzukommen. Fördert daher das Mifteilungsblatt durch Zahlung des Bezugsgeldes von monatlich nur RM —.17. An das Postamt in.......................................... Ich bitfe Sie, für mich das „Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens", Mainz, ab 1. April 1935 zu bestellen. ............................. den.................................................................................................. <Ort> <Datum> <Name und genaue Adresse)