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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1931-04-01 · 4 (4.1931) · p. Seite 2

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
6 (1931)
Issue
4 (4.1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Bericht über die Sitzung des Oberrats am 15. März 1931. Anwesend: DerVerbandsvorfitzende, Herr Kommerzienrat Mayer-Mainz; die Oberratsmitglieder und Stellvertreter Herren: Benjamin-Darmstadt: Dr. Guggenheim- Offenbach; Hirsch-Groß-Gerau; Kahn-Alsfeld; Krämer- Friedberg; Is. Oppenheimer-Mainz; Rabbiner Dr. Levi- Mainz; Rabbiner Dr. Dienemann-Offenbach; Rothenberger-Gießen; Dr. Marx-Bingen; Oppenheimer-Ober- Ingelheim; Ebert-Osthofen; Rabbiner Dr. Sander-Gießen; Rabbiner Dr. Lewit-Alzey; Stern-Alzey; Steinberger-Alsfeld; Goldschmidt-Altenstadt; sowie in Verhinderung der in Worms wohnhaften Mitglieder des Kollegiums, Herr I. Kiefer-Worms als Gast. 1. Der Vorsitzende gedenkt in bewegten Worten seines am 11. Februar d. I. verstorbenen Stellvertreters im Vorsitz des Oberrates und Kollegen im Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde Mainz, des Herrn Kommerzienrat L. K r o n e n b e r g e r. Die Anwesenden ehren sein Gedächtnis durch Erheben von den Sitzen. 2. Im Namen des Kollegiums spricht der Vorsitzende Herrn Dr. G u g g e n h e i m zu seiner 25jährigen Zugehörigkeit zum Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde Offenbach nochmals Glückwünsche aus. 3. Von dem Dank des Herrn Lehrer Kahn, Hechtsheim für die ihm zu seinem siebzigsten Geburtstag dargebrachte Gratulation wird Kenntnis genommen. 4. Auf Grund des Sitzungsprotokolls und der persönlichen Mitteilung des Herrn Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer München, berichtet der Vorsitzende über die am 1. Februar stattgehabte Tagung der Reichsarbeitsgemeinschaft der deutschen Landesverbände. 5. Nach Kenntnisnahme eines Berichts über die Finanzlage des Mitteilungsblattes und eines solchen über den Status der Verbandskasse wird der Schulausschuß^ ermächtigt, an Lehrer als Entgelt für einzusendende Berichte aus den Gemeinden zur Veröffentlichung im Mitteilungsblatt zu Lasten des Rechnungsjahres 1931 alsbald eine Summe anzuweisen. 6. Der Oberrat ist damit einverstanden, daß der Verband ab 1. Februar eine Kürzung des baren Gehalts nur da eintreten ließ, wo der Gehaltsempfänger nicht schlechter gestellt ist, als gleichartige Angestellte anderer Körperschaften. 7. Eine Besoldung wird neu geregelt. 8. Auf Wunsch der Beteiligten wird der Unterricht in Hillesheim Herrn Lehrer Salomon, Worms übertragen. 9. Es werden bewilligt: a) für zwei Lehrerswitwen monatliche Unterstützungen mit Rückwirkung; b) Zuschuß zur Subvention eines früheren Lehrers; o) ein kleiner monatlicher Zuschuß für die rituelle Verpflegung eines leidenden Kindes; ä) Zuschuß zu den Kosten des Religionsunterrichts einer ' Kleinstgemeinde; s) Zuschuß einer Gemeinde zu ihrer Besoldungslast; t) Kostenbeitrag für die Pflege eines längst verlassenen Gräberfeldes; g) für die Erforschung des Jiddischen an der Universität München 100 RM.; h) dem Speiseverein Hamburg pro 1930 50 RM.; i) der Sterbekasse des Hessischen Landeslehrervereins 100 RM. pro 1930. 10. Mangels Mittel kann dem Ersuchen des Landesverbandes für Wohlfahrtspflege in Hessen und Hessen- Nassau, die Beitragssumme von 1750 RM. zu erhöhen, nicht entsprochen werden. 11. Zur Regelung der Umlegung von Beiträgen für das Psychopathenheim Marburg auf die Landesverbände bewilligt der diesseitige Verband die seitherige Summe von 200 RM. pro anno. 12. Gesuche um Beiträge für das Kinderheim Dürrheim, das Erholungsheim für Kultusbeamte in Ems, für das die Gemeinde Darmstadt 20 RM. zur Verfügung gestellt hat, für den Bund jüdischer Siedlungen und für das Lehrerseminar in Köln müssen in Hinsicht auf die Kassenlage abgelehnt werden, ebenso das Gesuch des Berliner Rabbinerseminars um Erhöhung der Subvention. 13. Für eine zu begründende Bezirkslehrerstelle soll evtl, ein jährlicher Zuschuß geleistet werden. 14. Zwei Studenten der jüdischen Religionswissenschaften werden Stipendien bewilligt. 15. Wegen der Bereitwilligkeilserklärung über Annahme einer späteren letztwilligen Zuwendung soll noch nähere Information durch Herrn Rabbiner Dr. Sander eingezogen werden. 16. Das Büro für Schächtangelegenheiten in Berlin soll nochmals ersucht werden, unseren Verband über alle ihm bekannt werdenden einschlägigen Vorkommnisse in Hessen zu informieren. 17. Auf den Bericht der württembergischen Landessynagoge über die geringe Beteiligung außerwürttembergischer Rabbiner am dortigen Fortbildungskursus wird beschlossen, dahin zu wirken, daß die Rabbiner des diesseitigen Bezirks für solche Zwecke Reisespesen, und zwar möglichst von ihrer Wohnsihgemeinde erhalten. 18. Den Gesuchen zweier Gemeinden um Herabsetzung ihrer Beiträge kann nicht entsprochen werden. Die Gesuche einiger anderer Gemeinden um Neufestsetzung der Beiträge finden Erledigung. 19. Zwei Gemeinden, die die Errichtung von Bezirkslehrerstellen anstreben, sollen in einem späteren Stadium ihrer Beratungen nochmals Anträge unterbreiten. 20. Der Gemeinde Alzsy kann eine Subvention nickt mehr geleistet werden. 21. Als Erlös für die Synagoge in Udenheim werden am 1. Januar 1932 voraussichtlich 600 RM. zur vorschriftsmäßigen Verwendung zur Verbandskasse eingehen. 22. Zufolge verschiedener Meldungen soll ein Schächtkursus erneut abgehalten werden. 23. Der Gemeindetag ist auf den 21. Juni d. I. nach Frankfurt a. M. zu berufen. 24. Der Schriftleiter des Mitteilungsblattes verliest ein ihm zugegangenes Schreiben des aus Beerfelden gebürtigten Herrn Rosenthal, Newyork, das seine Stiftung und eine Zeitungspolemik berührt. 25. Zum Rechner des Landesverbandes, dessen Kasse lsts zum 31. März d. I. noch von der Israelitischen Ge- 2

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