Mannheim
Compact Memory

Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1931-02-01 · 2 (2.1931) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
6 (1931)
Issue
2 (2.1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9582242-9623188-9620864--0700-9620869
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

könnten. Es wurde schließlich gewünscht, daß die Zahl der Vorträge nicht allzu groß sein sollte, um der Verarbeitung des Gehörten mehr Zeit widmen zu können. Am Schluß der Veranstaltung wurde dem Oberrat für die Veranstaltung des Kurses und dem Leiter sür dessen Geschäftsführung herzlicher Dank ausgesprochen. Die Zuhörer waren über das Gelingen der Veranstaltung voll Lobes. Der Kurs hat den Rabbinern der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft eine Fülle wertvoller wissenschaftlicher Forderungen vermittelt und wird noch lange in ihnen anregend nachwirken. Die Arbeitssitzung für jüdische Kunstpflege und Kunstforschung in Mainz. Die Sitzung der Arbeitsgemeinschaft für Sammlungen jüdischer Kunst und Altertümer, auf welche wir in der Januarnummer unseres Mitteilungsblattes bereits hingewiesen haben, hat wie geplant vom 11. bis 13. Januar d. I. in Mainz stattgefunden. Bei dieser Sitzung wurde der für diese Gemeinschaft lang erstrebte Satzungsentwurs geschaffen und alle Aufgaben und Ziele festgelegt. An dieser Arbeitssitzung nahmen Vertreter der bisher bestehenden jüdischen Sammlungs-Organisationen in größerer Zahl teil; die am Erscheinen verhinderten Organisationen, bzw. deren Bevollmächtigte bekundeten durch Briefe und Telegramme ihr Einverständnis mit der satzungsgemäßen Festlegung und Intensivierung der Zusammenarbeit. Folgende Organisationen waren vertreten: 1. Der Oberste Rat der israelitischen Kultusgemeinden Böhmens, Mährens, usw. und der Verein jüdisches Museum in Prag (durch Herrn Professor Dr. Lieben, Prag). 2. Das Jiddisch-Wissenschaftliche Institut in Wilna (durch Frau Dipl.- Archtitektin Rahel Wisch nitzer-Bern st ein, Berlin). 3. Das Kuratorium zum Schutz jüdischer Denkmäler in Lemberg (durch Herrn Dipl.-Architekten Teitelbaum, Lemberg). 4. Die Arbeitsgemeinschaft für jüdische Kunstforschung, Berlin (durch Frau Dipl.-Architektin Rahel Wisch nitzer-Bern st ein, Berlin'. 6. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden, die Jüdische Gemeinde Berlin, die Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde Berlin, der jüdische Museumsverein, Berlin (durch Herrn Dr. Karl Schwarz, Berlin). 6. Der Verband bayrischer israelitischer Gemeinden und der Verein für jüdische Museen in Bayern (durch Herrn Theodor Harburger, München). 7. Das jüdische Mumseum, Breslau (durch die Herrn Max Silberberg und Felix Perle, Breslau). 8. Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler durch Herrn Dr. Felix K a u f f m a n n und Frl. Jda Posen, Frankfurt a. M.). lb Die israelitische Religionsgemeinde Mainz (durch Herrn Kommerzienrat B. A. Mayer, Mainz). 10. Der Verein zur Pflege jüdischer Altertümer in Mainz (durch seinen Vorsitzenden, Herrn Rabbiner Dr. S. Levi, Mainz sowie sämtliche Vorstandsmitglieder). 11. Die israelitische Religwnsgemeinde Worms (durch Herrn I. Kiefer, Worms). Verschiedene Einzelpersönlichkeiten, die sich auf dem Gebiete der jüdischen Kunst- und Kulturgeschichte betätigen, nahmen an den Verhandlungen teil. Entschuldigt hatten sich: das jüdische Museum in Presov, Wien, Kassel, Kopenhagen, Budapest, London, Hamburg und verschiedene private Mitglieder der Organisationen. Der bisherige Vorsitzende Herr Max Silberberg, Breslau, eröffnete die Sitzung, Herr Kommerzienrat B. A. M a y e r, Das richtige Radio-Gerät für Sie - und viele interessante Angaben in dem soeben erschienenen Ehrenfeld-Radio-Katalog Nr. 6-1931 40 Seiten, 305 Abbildungen, 1154 Artikel; mit Radioberatung: „Was man vor Kauf einer Radio-Anlage wissen muß“ IEin unentbehrlicher Ratgeber für jeden Funkfreund! _ Kostenlose Zusendung oder im G e s c h ä f s I o k a I F. EHRENFELD FRANKFURT A. M„ Zell 104 MAINZ, Alte Universitätsstraße 21 Mainz, begrüßte die Erschienenen namens der Israelitischen Religionsgemeinde Mainz, und Herr Rabbiner Dr. Levi, Mainz, leitete die Verhandlungen nach Uebernahme. der Vorortsarbeit, lieber folgende Themen wurden Referate gehalten: 1. „Das Programm für die zukünftige Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft" durch Herrn Max Silberberg, Breslau, Correferent: Dr. Karl Ladenburg, Mainz. 2. „Zusammenarbeiten der jüdischen Museen und Austauschmöglichkeiten" (in Abwesenheit des Referenten, Herrn Prof.' Dr. Jakob B r o n n e r, Wien, gelangte dessen Manuskript zur Verlesung). 3. „Die Errichtung eines fotografischen Archives" durch Herrn Max Silberberg, Breslau. Correferent: Herr Theodor Harburger, München. 4. „Die evtl. Einrichtung einer die Arbeitsgemeinschaft betreffenden Zeitschrift" durch Herrn Rabbiner Dr. S. Levi, Mainz. 6. „Ein evtl. Engagement eines Herrn, welcher sich von Fall zu Fall für Forschungs- und andere Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft zur Verfügung stellen soll", durch Herrn I. Reiling, Mainz. Ueber die Organisation des Kuratoriums zum Schutze jüdischer Denkmäler in Lemberg und dessen bisher geleistete Arbeit berichtete Herr Dipl.-Architekt Teitelbaum, Lemberg. Auf Grund lebhafter Diskussionen zu den einzelnen Referaten wurde der Satzungsentwurf für die Arbeitsgemeinschaft, der Verteilungsplan für die einzelnen Bezirke der Museen und die Richtlinien für die inneren Arbeiten geschaffen. Zur Inangriffnahme der weiteren Arbeiten wurden folgende Kommissionen eingesetzt: 1. ein Aktionsausschuß für die kunst- und kulturhistorische Arbeit, bestehend aus den Herren Max Silberberg, Breslau, Rabbiner Dr. Levi, Mainz und Felix Perle, Breslau. 2. ein Werbe-Finanzausschuß, bestehend aus den Herren Max Silberberg, Breslau, Kommerzienrat Mayer, Mainz, Dr. Leonhard Fulda, Mainz, und Dr. Felix Kauffmann, Frankfurt a. M. 3. eine Kommission zur Schaffung eines fotografischen Bildarchives, bestehend aus Frau Dipl.-Architektin Rahel Wischnitzer-Bernstein, Berlin, und den Herren Max Silberberg, Breslau, I. Reiling, Mainz, Prof. Dr. Erwin Hintze, Breslau, Prof. Dr. Glaser, Berlin, Dr. Otto Wertheimer, Berlin, Dr. Karl Schwarz, Berlin. Ferner wurde eine 4. Kommission zwecks Verbreitung der Aufgaben und Ziele der Arbeitsgemeinschaft mittels einer Werbeschrift, die Proben aus verschiedenen Tätigkeitsgebieten enthalten soll, eingesetzt; dieser Kommission gehören die Herren Felix Perle, Breslau, und Dr. Karl Ladenburg, Mainz, an. Die mit großem Eifer und mit Begeisterung geführten Verhandlungen brachten eine vollständige Aufarbeitung des vorgesehenen Programms und lassen die Hoffnung zu, daß die junge Arbeitsgemeinschaft bald mit sichtbaren Erfolgen an die Oeffentlichkeit treten kann. In die Sitzung war eine gemeinsame Besichtigung des jüdischen Museums, Mainz, eingefügt. Die Verwaltung des Naturhistorischen Museums (Direktor Professor Dr. Schmidtgen), des Mainzer Altertumsmuseums (Professor Dr. Neeb), des Römisch-Germanischen Museums (Professor Dr. Behrens), des Stadtarchivs, des Gutenbergmuseums und des Münzkabinetts (Direktor Dr. Nuppel, Professor Dr. Heidenheimer, Dr. Diepenbach, Dr. Dertsch) zeigten in bereitwilliger Weise die Sehenswürdigkeiten ihrer Sammlungen, auch eine Besichtigung des Mainzer Doms (Führung Dr. Busch) wurde ermöglicht. Die israelitische Religionsgemeinde Mainz und der Verein zur Pflege jüdischer Altertümer 'in Mainz waren in bekannter Gastlichkeit um die Aufnahme der auswärtigen Teilnehmer bemüht. Führungen durch die jüdischen Sehenswürdigkeiten in Worms, wo die Teilnehmer vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Worms bewirtet wurden und too Herr I. Kiefer anregende Erklärungen gab, und durch die Sammlung der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler in Frankfurt a. M., wo die Teilnehmer von den Herren Goldschmidt und Dr. Kauffmann namens dieser Gesellschaft begrüßt und bewirtet wurden, schlossen die Tagung. Trinkt das gute Mainzer Aktien-Biert 5

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.