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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1929-10-01 · 10 (10.1929) · p. Seite 5

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
4 (1929)
Issue
10 (10.1929)
Date
1929-10-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-«•$) ie folgenden Damen und Herren haben die sonst üblichen postalischen Glückwünsche zu Rosch haschonoh durch eine Wohlfahrtsspende abgelöst. Sie bekunden hierdurch ihre Segenswünsche auf eine N21V allen Freunden und Bekannten und danken zugleich erwidernd für die an sie ergangenen Gratulationen. Mainz: Gustav Berneh Moritz Berney Bernhard Baer Leopold Feist Sal. Wilh. Fraenkel Siegfried Fraenkel Albert Fried Manfred Fröhlich Friedrich Frohwein Ludwig Gebhardt Jacob Goldschmidt Simon Grau und Familie Ludwig Greis Frau Felix Grünewald Schreibmaschinen- Günzburg Frau Eugen Herzog Wwe. Jacques Herzog und Frau Hugo Hirsch Oberkantor Jonas u. Frau Famihie Julius Jungermann Manfred Kahn (Zanggasse 34) Dr. Franz Kallmann Leo Kempe (Löwenapotheke) Familie Adolf Knopp Leopold Krauskopf und Familie Kommerzienrat Ludwig Kronenberger und Frau Theodor Kronenberger und Frau Rabbiner Dr. S. Levi und Frau Landgerichtsrat Dr. Arthur Levy Geschwister Liepold Michael Lion Kantor Max London und Frau Albert Lorch Otto Lorch Moritz Löwenberg Hugo Löwensberg August Maas Frau Daniel Mann Wwe. Kom.-Rat B. A. Mayer und Frau Michael Metzger Henry Meyer Carry Odenheimer M. Rosenberg und Frau Frau Karoline Rösser Ww. S. Rusznyak Dr. Ludwig Salfeld Karl Salomon Möbelhaus Ed. Scheiering Karl Schlicher Louis Schneeberger und Frau Siegfried Selig (Kaiser- . straße 82) Hermann Simon Frau Minna Sonnenberg Frau Dr. E. Stern Alexander Sternberg David Straßmann Familie L. S. Stub Elfriede Vogel Dr. Wallerstein Salli Wolfs und Frau Alsfeld: Lehrer L. Kahn Alzey: Familie Jacob Küchler Bingen: Rabbiner Dr. Guttmann Darmstadt: Rabbiner Dr. Bienheim Echzell: Lehrer Josef Stern und Familie Gießen: Siegmund Hammerschlag Rechtsanwalt Eugen Rothenberger Groß-Bieberau: H. Sulzbacher und Frau Harxheim: Ferdinand Mayer und Familie Offenbach a. M. Israelitische Religionsgemeinde (Ablösung aller Gemeindemitglieder) (RM. 50.—) Pfungstadt: Lehrer Moritz Simon Worms: Max Bär und Familie Emil Dinkelmann und Familie Albert und Ferd. Herz und Familie L. Justiz und Familie Oberreallehrer i. R. A. Salomon <5*- 7-X -5) Palästina. Wie wir in unserer Septembernummer bereits kurz berichtet hatten, waren vom Freitag, dem 23. August d. I. an Ueberfälle von seiten der arabischen Bevölkerung auf die Juden Palästinas erfolgt. Tagelang mordeten, raubten und plünderten aufgehetzte arabische Scharen in den von Juden bewohnten und besiedelten Städten, Dörfern und Gehöften. In Jerusalem, in Hebron, in Haifa und in Safet mußten die friedlichen Juden die schwersten Blutopfer bringen. Bewaffnete arabische Scharen versuchten sogar aus Syrien nach Palästina einzudringen, im weiten Umkreis Palästinas hatte die Verhetzung gegen die Juden die arabischen Massen erfaßt. Weit über hundert Juden mußten bei diesem blutigen Aufstand der Araber ihr Leben lassen, hunderte von Juden wurden schwer verletzt, Gebäude und Siedlungen in großer Zahl wurden durch Feuer oder Plünderung heimgesucht. Grausig wie ein mittelalterliches Geschehnis ist die Hinschlachtung von 45 Rabbinern und Schülern in Hebron, die in einer Talmud- Schule überfallen wurden. Hätte nicht der jüdische Selbstschutz mit Aufbietung der ganzen Kraft sich den arabischen Horden verteidigend entgegengeworfen, so wäre das Unheil unabsehbar geworden. Die Polizei, die sich überwiegend aus Arabern zusammenictzte, versagte völlig, Truppen der englischen Mandatarmacht waren an den gefährdeten Plätzen nicht zur Stelle. Die englische Mandatarregierung hat überhaupt die unverkennbaren Vorzeichen des berannahenden Aufstandes nicht genügend beachtet. Unter den Opfern befinden sich Gelehrte von Ruf, alte und junge Menschen, deren Tod ein sehr schwerer Verlust für das Judentum und für Palästina ist. Organisationen der verschiedensten jüdischen Richtungen in fast allen Ländern der Welt haben in überfüllten Versammlungen Klage und Protest erhoben, daß derartige unmenschliche Geschehnisse erfolgen konnten. Man verlangt Bestrafung der Schuldigen, Wiedergutmachung der Schäden und Verhütung etwaiger Wiederholung für die Zukunft. Auch die gesamte nichtjüdische Presse hat entschieden Stellung gegen diese Vorkommnisse genommen. Zur Klage und zum Protest tritt aber ein Auftuf hinzu, der von verschiedenen Organisationen, besonders von der neugegründeten Jewish Agenzy ausgeht und der „Hilfe durch Aufbau" fordert. Dem Aufruf wurde auch bereits von Gemeinden und Verbänden entsprochen; es ist zu hoffen, daß durch Zusammenarbeit aller jüdischen Kreise die schrecklichen Folgen der blutigen und vernichtenden Ereignisse beseitigt werden. In der Hauptsynagoge zu Mainz widmete am Samstag, dem 31. August, Herr Rabbiner Dr. Levi den Opfern der palästinensischen Verfolgung in einem Gebet Worte des Gedenkens und rief zur Mithilfe bei der Linderung der entstandenen Not auf. Im Vortragssaal der israelitischen Religionsgemeinde Mainz veranstaltete die Mainzer Ortsgruppe der zionistischen Vereinigung und des Keren hajessod am 11. September eine Kundgebung, welche von Herrn Dr. D r e y geleitet wurde, und bei welcher die Herren Rechtsanwälte Dr. Landsberg, Wiesbaden und Dr. Paul Simon, Mainz die Vorgänge in Palästina schilderten, in ihren Ursachen und in ihren Auswirkungen bewerteten und zu Hilfsmaßnahmen aufriefen. Bericht über die Delegiertentagung des hessischen Landesverbandes der Jüdischen JugendvereineDeutschlands. Der hessische Landesverband im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands hielt anläßlich des 20jährigen Bestehens des Jugendvereins Mainz am 22. September 1929 seine Delegiertentagung in Mainz ab. Sie war außerordentlich stark besucht von allen hessischen Jugendbünden (Frankfurt, Höchst, Offenbach, Wiesbaden, Worms, Mainz, Bingen Kreuznach), die außer den Delegierten zahlreiche Gäste gesandt hatten. Und auch die jüdische Öffentlichkeit von Mainz bewies ihr Interesse für die Veranstaltung und die Bestrebungen der jüdischen Jugend. Die israelitische Religionsgemeinde, das Rabbinat und die einzelnen jüdischen Organisationen waren vertreten. Die Begrüßungsworte des Herrn Dr. Picard wiesen darauf hin, daß der jüdische Jugendverein erfreulicherweise Verständnis und Förderung bei der Mainzer Gemeinde gefunden habe und daß die friedliche Zusammenarbeit mit den einzelnen Organisationen gerade in den letzten Jahren gefestigt wurde. Die Jugend erwarte, daß man ihr wie bisher in der Erreichung ihrer Ziele helfe. Der 20jährige Geburtstag des JJV. Mainz werde in den bedeutungs- 5 T

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