Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 4 (1929)
- Issue
- 6 (6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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meinde ist ihm durch ein empfängliches Herz und durch vorbildliche Hilfsbereitschaft die Kraft gegeben. Auf allen Gebieten der Gemeindearbeit kann sich darum der Jubilar führend und erfolgreich betätigen, für das äußere Bild der Gemeinde wie für die innere Ausgestaltung ist er fortschreitend bemüht. Der Neubau der Hauptsynagoge — um nur einiges Weniges hervorzuheben — ist sein Verdienst, der alte Plan einer Zusammenfassung der hiesigen Wohltätigkeitsvereine durch eine Zentralwohlfahrtsstelle ist unter seiner Initiative verwirklicht worden, der segensreichen Einrichtung des jüdischen Schwesternheimes gilt seine Förderung vom ersten Tage der Begründung. Bei der Vervollkommnung der Gemeindeeinrichtungen begnügt er sich nicht mit Anordnungen, er bleibt vielmehr um jede Durchführung bis in die Einzelheiten durch persönliche Mitarbeit bemüht. In zahllosen Vereinen wirkt der Jubilar teils führend, immer aber tätig mit. Seine Erfolge find also wohlberechtigte und verdiente Folgen seiner Leistung. Die israelitische Religionsgemeinde Mainz nimmt deshalb mit Freude die Gelegenheit wahr, um dem Jubilar, der auch dem Stadtparlament Mainz seine bewährte Arbeitskraft zur Verfügung stellt, herzlich zu danken für alles, was sie ihm zu danken hat und ihm und sich zu wünschen, daß er sie weiter durch Jahrzehnte zu fortschreitender Gestaltung und zu segensreichem Gedeihen führen möge. ■ Aber auch der Landesverband der israelitischen Reügionsgemeinden Hessens hat dankbar ergriffenen Anlaß, dem Jubilar aufrichtige Segenswunsche auszusprechen. Ist es doch gerade Kommerzienrat Bernhard Albert Mayer, dessen unermüdlicher Schaffenskraft die Begründung und Ausgestaltung des Landesverbandes zu danken ist. Vom Tage der Begründung des Landesverbandes an steht der Jubilar an der Spitze dieser Landesorganisation und man darf wohl sagen, daß der Landesverband zum besonders umhegten Sorgenkind geworden ist. Er vertritt diese Organisation unter persönlichen Opfern nicht nur nach außen, er überwacht und beschwingt sie mit Aufbietung seiner besten Kraft auch nach innen. Die aufgewendete Mühe des Vorsitzenden verdiente allerdings noch reichere Erfolge und das find die Glückwünsche, die der Landesverband bei dieser Gelegenheit auszusprechen wagt: Daß die Früchte die Saat endlich rechtfertigen und lohnen möchten! Die weitesten Kreise wünschen Herrn Kommerzienrat B. A. Mayer für viele Jahre rüstige Schaffenskraft und erfolgreiche Schaffensfreude an der Seite seiner Gattin, im Kreise seiner Familie, zum Wohle der alten Gemeinde Mainzund der jüdischen Gesamtheilaämeoll iveossrim schonoh Bekanntmachung des Landesverbandes der israelitischen Religionsgemeinden Hessens. Die Mitglieder des Oberrats und deren Stellvertreter werden hiermit auf Sonntag, den 23. Juni d. I., vormittags 10,30 Uhr, in das Verbandsbüro (Mainz, Neue Synagoge, Eingang Gabelsbergerstraße) zu einer Oberratssitzung berufen. Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Mainz, Ende Mai 1929. Der Verbandsvorsitzende: gez. B. A. M a y e r. Aus dem Verbandsbüro. Auf Beschluß des Gemeindetages sind die Gemeinden unseres Landesverbandes ersucht worden, neben den Beitragsleistungen für unseren Landesverband Zuschüsse für Seminare und Wohlfahrtsanstalten, also für Kultuseinrichtungen, die dem Wohle der gesamten deutschen Judenheit dienen, an die Kasse unseres Verbandes zu überweisen. Wir bitten alle Mitglieder der Verbandsgemeinden, ihren Gemeindevorständen die Erfüllung dieses Beschlusses zu erleichtern und dafür besorgt zu sein, daß diese Zahlungen baldigst und in ausreichendem Maße geleistet werden können. Oberrat des Landesverbandes der israelitischen Neligionsgemeinden Hessens. Mitteilung an die Mitglieder der israelitischen Religionsgemeinde Mainz. Anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Herrn Kommerzienrat B. A. Mayer als Mitglied des Gemeindevorstandes findet eine fynagogale Weiheseier am Donnerstag, den 13. Juni, abends 7V2 Uhr, in der Hauptsynagoge statt, bei welcher ein neuer Thorahschreinvorhang seinem heiligen Gebrauch übergeben werden soll. Am Montag, den 17. Juni, abends 8Z4 Uhr, wird zur Feier des Jubiläums im Rheingoldsaal der Stadthalle ein zwangloses Zusammensein für die männlichen Mitglieder der Gemeinde veranstaltet. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Mainz. Generalversammlung des Isrl. Landeslehrervereins im Volksstaate Hessen am 8. und 9. Mai 1929 in Gießen. I. Geschäftsbericht erstattet von dem Vereinsvorsihenden Lehrer Kahn, Alsfeld. Der Bericht, den ich Ihnen im Namen und Aufträge des Vorstandes erstatte, erstreckt sich auf das 4. Geschäftsjahr unseres Landeslehrervereins. Unsere letzte Tagung fand am 26. August vorigen Jahres in Offenbach a. M. statt; es ist also kaum ein Dreivierteljahr her seit jener Tagung. Jene Verhandlungen, insbesonders der Geschäftsbericht, den ich Ihnen damals erstattete, und welcher dann im Mitteilungsblatt des Landesverbandes erschienen ist, fanden ein lebhaftes Echo innerhalb der hessischen Judenheit, das sich zunächst in der Form einer Polemik im „Israelit" auswirkte und dessen Wellenschläge sogar bis in die Verhandlungen des Oberrates reichten. Auf jener Offenbacher Tagung wurde nach einer längeren Aussprache folgende Resolution gefaßt: 2 »Die Generalversammlung des israelitischen Landeslehrervereins im Volksstaate Hessen vom 26. August 1928 in Osfenbach, billigt die Schritte, die der Vorstand desselben zwecks Anschluß an den Reichsverband der jüdischen Lehrervereine in Deutschland unternommen hat. Die Generalversammlung beauftragt den Vorstand, diesen Anschluß nach nochmaliger Rücksprache mit dem Vorstand des Rerchsverbandes, die zu einer absoluten Sicherung aller religiösen Belange führen muß, innerhalb eines Jahres zu vollziehen." Auf Grund dieses Beschlusses, der damals einstimmig angenommen wurde und dem Vorstand die Marschroute in dieser, auch für unseren Verein so wichtigen Frage vorschrieb, hatte ich dann mit Herrn Kollegen Steinhardt eine Zusammenkunft, an welcher