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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1929-06-01 · 6 (6.1929) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
4 (1929)
Issue
6 (6.1929)
Date
1929-06-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Rabbinep-Seminar zu Berlin. 4.Mrg.Zr.L j MMMM-llE des Landesvkkbsndes der iswelitischm Keligionsgemeinden ltzeflens Kiese» ßlatt erscheint monatlich und geht den M« III Luschristen, ßRaini, Hindenburgstrahe ßr. 44 gliedern unentgeltlich M. ♦ krscheinungsort ßllaini. III -chriftleitung: flabbintr Dr. froi, ßllaiiq t -K- - 1 Ein Jubiläum des Herrn Kommerzienrat Bernhard Albert Mayer» Mainz. Am 21. 8un> 1904 wurde Herr Bernhard-Albert Mayer, nachdem er am 17. Mai 190-1 von der Gemeinde gewählt und unterm 1. Juni 1901 vom Kreisamt bestätigt war, in den Dienst als Mitglied des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Mainz eillgeführt. In diesen Tagen sind also 25 Jahre verstrichen, seitdem Herr Kommerzienrat B. A. Mayer im ehrenamtlichen, das Wohl der Gemeinde betreuenden Dienste steht. Auch der Vater des Jubilars, Herr Kommerzienrat Martin Mayer, konnte ein 25jähriges Jubiläum als Mitglied des Gemeindevorstandes feiern. Die Feier erfolgte am 16. Juli 1903 in der Gemeindesynagoge. Martin Mayer hatte seit dem Jahre 1878 bis zu seinem am 15. Februar 1904 erfolgten Tode als Vorstandsmitglied das Wohl der Gemeinde gefördert, seine Lebenserfahrung, seine Urteilskraft, fein starker Sinn für edle Ziele und seine Begeisterungsfähigkeit für die Aufgaben der jüdischen Gemeinschaft haben Unvergessenes in unserer Gemeinde mitgeschaffen. Bernhard Albert Mayer übernahm so eine Familientradition, die sich schon vom Großvater und dessen mütterlichen Ahnen herleitete, wenn er sich der Förderung der Gemeinde widmete, und zwar — wie hier schon betont sei — mit größtem Erfolge der Förderung der Gemeinde widmete. Die äußere Anerkennung seiner Tätigkeit von seiten der Gemeinde drückte sich auch darin aus, daß er im Jahre 1906, 1911, 1916, 1921, und 1926 als Vorstandsmitglied immer wiedergewählt wurde, und daß nach dem Rücktritt des damaligen Ersten Vorstehers, Dr. Ferdinand Philipp Mayer, unterm 11. Januar 1909 Herr Bernhard Albert Mayer auf einmütigen Wunsch des Gemeindevorstandes vom Kreisamt zum Ersten Vorsteher ernannt wurde. Der Jubilar steht also schon über 20 Jahre als Erster Vorsteher an der Spitze der Verwaltung unserer Gemeinde. Auch von seiten der früheren Regierung wurde Herrn Bernhard Albert Mayer wiederholt die verdiente Anerkennung und manche Auszeichnung für seine Tätigkeit am Gemeinwohl zuteil. Die Entwicklung der israelitischen Religionsgemeinde Mainz im letzten Vierteljahrhundert ist in überragender Weise der Tat Bernhard Albert Mayer's zu danken: Großzügigkeit, klarer Mick für die Aufgaben der Zeit, organisatorische Fähigkeit, energische Zielstrebigkeit vereinen sich in seinem Wesen und geben den zeitgebotenen Plänen feste Gestalt. Wenn diese Persönlichkeitskräfte die Voraussetzung für eine straffe Gemeindeorganisation und Verwaltung sind, so ist dem Jubilar für das ihm anvertraute Ehrenamt eine besondere Begabung zuteil geworden; aber auch für die innere Teilnahme an den Wohlfahrtsaufgaben der Ge-

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