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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 268

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 268 (sequence 108)
Language
German
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268 ״Komm verwünsche mir dieses Volk, denn es ist mir zu machtig, vielleicht kann ich es alsdann schlagen und aus dem Lande treiben." So eitel und nichtig der Haß war, den Balak gegen Israel gefaßt, so eitel und nichtig waren auch die Mittel, die er zur Beseitigung desselben anwenden wollte. Er wußt nicht: ״ כי לא נחש ביעקב ולא קסם בישראלWider Joakobs hilft nicht Zauberei, nicht Beschwörungskunst gegen Israel, denn da fragt man nur: ״ מה פעל אלwas thut Gott?" Was läßt Er bestehen und vergehen, was will er erhalten und ausgerottet wissen. Durchblättern wir die Bücher der Geschichte, überblicken wir die Reihen der Jahrhunderte, die feit jener Zeit verflossen, so gewahren wir, daß nicht verein- Zelt dasteht der Charakter Balak's, sondern gar viele von der Gesinnung eines Balak und Bileam hat die Geschichte aufzuweisen, gar Mancher suchte es seitdem ihnen nachznthun, versuchte es gleich ihnen durch Verwünschungen, durch Spott und Hohn Israel vom Erdboden verschwinden zu machen. ״Oft hat man mich gedrängt von meiner Jugend auf, jedoch noch nicht überwältigt." ״Auf meinem Rücken haben sie gepflügt und ihre Furchen gezogen." (Psalm 129, 1 — 3.) Was mochte wohl den Großen und Mächtigen der Erde an diesem kleinen, an Zahl so dürftigen Völkchen gelegen sein? was mochte wohl die Lust in ihnen erweckt haben, ihre Macht an jenem Volke zu erproben? Ja, der Haß und der Neid srägt nach Gründen nicht, er weiß sich nicht Rechenschaft zu geben von seinem Thun, sondern blindlings folgt er der Leidenschaft, den Eingebungen und Zuflüsterungen der Bosheit, die nicht ausscheidet, nicht prüft, nicht wählerisch ist in ihren Opfern, sondern gierig hinwegrafft Alles, was sie erspäht. ״Ich werde dich gar sehr ehren und Alles, was du wünschest welde ich thun, nur komm und verwünsche mir dieses Volk." So sehr brannte die Begierde in Balak, so zornerglüht war er, daß er Alles auf sich nehmen, Alles hingeben wollte, nur um seinen Herzenswunsch befriedigt zu sehen, nur sich zu weiden an dem Unglücke eines Volkes. Wie betrübend, m. A., auch eine solche Erscheinung an sich ist, wie sehr ge-

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