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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 220 (sequence 60)
Language
German
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220 liche Leben in der Fremde in der Gestalt der Verführung entgegen. Schmeichelnd sucht sie in das Herz zu dringen, mit lächelnder Miene, schimmerndem Gewände und blendendem Glanze tritt sie an ihn heran. Sie scheint nicht furchtbar, doch ist sie es und schlimmer noch als das härteste Mißgeschick, als die schwerste Prüfung. Der Fremdling, der den Versuchungen und Prüfungen des Lebens mit Erfolg entgegent-reten will, vergegenwärtige sich das Beispiel Jakobs. Gleich ihm entrolle er das Panier, dessen eine Seite die Inschrist trägt: '25 '״ דGlaubensheimath," die andere ״Familienheimath." Es geleite ihn der Gedanke an Gott und an das fronnne Elternhans, er frage sich bei herantretender Versuchung: Was wird der Vater, was die Mutter sagen, wenn ich ihr erliege, wenn ich von der Bahn, die mir im fromnien Elternhause ist vorgezeichnet worden, ablenke? Die Kinder sollen nach der Heimath blicken. Damit diese aber eine Nichtschnür für jene sein könne, müssen die Eltern ihr Haus und die religiöse Erziehung ihrer Kinder so einrichten, wie es Rebekka gethan; ihr Haus muß ihren Kindern das sein, was Jakob Berseba gewesen, dann werden sie ihre Lieblinge gegetrost in die Fremde entlassen, ihr Segen und der Segen Gottes wird sie geleiten, wie er Jakob geleitete. Amen! IX. Wie und wofür haben wir tu bürgen? H'redigt zum Abschnitt Bon Rabbiner Dr. W. Leiser- Wie die schon längst untergegangene Sonne am Horizonte farbige Strahlen zurückwirst, nach denen wir entzückt und sehnsuchtsvoll ohn' Ende schauen können, also treten die Gestalten unserer heutigen Sidra, obwohl sie schon längst heimgegangen sind zu ihren Vätern, lebensvoll vor unfern

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