Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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219 בדרך אשר אלך sich durch dieses Vertrauen gestärkt und gehoben fühlte? Was Wunder, daß er mit dieser Gottinnigkeit ausgerüstet im götzendienerischen Hause Labans ungefährdet weilen konnte, daß er seinem Bruder Esau kühn entgegentreten durfte mit den Worten: ״ עם לבץ גרתיNur als Fremdling weilte ich bei Laban," ich habe in seinem Hause das Gottvertrauen nicht eingebüßt, bin dem Gott meiner Väter treu geblieben, mit der Zuversicht aus die Hilfe Gottes trete ich dir entgegen. Innig und gemüthvoll sagen unsere Weisen: ״Als Jakob von dem Elternhause schied, da legte die Mutter segnend die Hände ihm aufs Haupt und sprach: כי ״״ מלאכיו יצוד. לך לשמרך בכל דרכיךMöge Gott feinen Engeln gebieten, daß sie dich schirmen auf deiner Wänderung"" und eine Gottesstimme ließ sich vernehmen: יקראני ״ ״ ואענהוSo er mich anrufen wird, werde ich ihn erhören, so Gefahren ihm drohen, werde ich ihn erretten und ihn beglücken mit meinem Heil."" (I>. R. ־Secf. 75.) Und Jakob h a t Gott angerufen, und der Gedanke an Gott, der in seiner Seele eine heimathliche Stätte gefunden, hat ihn geleitet auf seiner Wanderung, darum konnte er sicher wandeln seinen Weg, denn er zog ans aus Berseba, seiner Glaubens heimath. So habt ihr es den vernommen, wie Jakob ans seiner Wanderung sich verhielt. Richtet, so ihr in gleiche Lage gerathet, euer Verhalten darnach ein. Es verläßt so Mancher die liebevolle, fromme Heimath und zieht hinaus in die Fremde Zwar wird nicht Jet er so hart geprüft wie Jakob, doch bleiben Niemandem die Prüfungen erspart. Das Hinausziehen in die Fremde ist an sich schon eine Prüfung. Freundlich lächelt jedwedem die schöne Heimath zu, draußen in der Fremde, da tritt ihm oft alles kalt und starr entgegen und läßt's ihn merken, daß er ein Fremdling ist. Bald wird er von mannigfachen Prüfungen heimgesucht, eine Hand nach der anderen greift täppisch in das Heiligthum seines Herzens, droht, die Saiten derselben, die in süßester Harmonie znsammentönen, zu zerreißen, die edlen Gefühle und die lieblichen Hoffnungen, die es birgt, zu zerstören. Anderen wieder tritt das feind-