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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 201

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 201 (sequence 41)
Language
German
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201 jeder meiner Glaubensbrüder geliefert. Ich habe dasselbe Anrecht, aber auch dieselbe Verpflichtung übernommen, den Ausbau des Heiligthumes mit Herz und Geist zu fördern, für die Dauer zu stützen und zu erhalten. Halten wir, m. A., das eben Erklärte fest, so zeigt uns die Abgabe des halben Schekel, durch die Weise, in der er ward entrichtet, durch den Zweck, zu welchem er ward entrichtet, klar und deutlich, wie auf dem Gebiete der Gottes- Verehrung und Erkenntniß, Gott die Gleichheit Aller ohne Unterschied des Standes und des Vermögens wünscht, aber auch von ihnen verlangt, in gleicher Weise mit vereinter Kraft einzustehen und seinem Dienste sich gewissenhaft aus freiem Entschlüsse und innerer Ueberzeugung zu weihen. Frommer religiöser Geist, Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Wahrheit. Eintracht und Frieden sind der halbe Schekel, den der Reiche und Arme, der Gelehrte und der Nichtgelehrte, dem Heiligthume unserer Religion jederzeit als ',"6 תרומה ,.als gottgeweihete Hebe" zu spenden haben. Denn die Gabe, die Th 1. die Gott gewidmet und Gott gefällig sein soll, muß liebevoll und menschenfreundlich durch den Geist auf den Geist wirken, von Gemeinsinn, Duldsamkeit ausgehend, vom Herzen zum Herzen gehen. II. M. A. Der halbe Schekel hatte auch weiters die Bestimmung ״ לכפר על נפשותיכםdie Seelen zu sühnen." Es sollte der Geist, die Seele versöhnt und im Einklänge mit dem Leben gebracht werden. Wodurch wurde dieser Einklang zur Zeit der ersten Propheten hergestellt? Durch die gemeinsamen, aus den Schekelbeiträgen von der Hand des Priesters dargebrachten Opfer. Wodurch in späterer Zeit, als v o r der Zerstörung des Tempels die Opferpriester und mit ihnen die Opfer an Ansehen verloren hatten? Als Maleachi den Priestern zurufen mußte: ״Vom Sonnenaufgänge bis zum Untergange wird mir allenthalben dargebracht und geräuchert reine Gabe, aber ihr Priester entweihet mich"? Durch

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