Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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200 noch Jedermann dabei erinnert, daß seine Leistung für sich allein betrachtet kein Ganzes, sondern ein Halbes sei, die erst durch die Verbindung mit der Leistung seines Glaubensgenossen zu einem Ganzen wurde. Daraus sollte jeder Einzelne einerseits achten und schätzen lernen die Ebenbürtigkeit aller Mitglieder innerhalb der Gesammtheit des Volkes, andererseits sollte er daraus einsehen und anerkennen lernen die unberechenbare Kraft des Zusammenwirkens Aller zu heiligen Zwecken, zu großen Zielen, zu gesinnungstüchti- Thaten und Werken. Die Thatkraft des Einzelnen bleibt, wenn sie sich noch so hoch versteigt, nur ein מחצית, ein Stückwerk, deren Erfolg für die Dauer nicht sichergestellt, während die vereinte Wirksamkeit Vieler, selbst der geringfügigsten Kräfte, wenn sie in lauterer Absicht zu gemeinsamen Zielen sich miteinander verbinden, ein Ganzes^ildet, das Großes zu leisten für die Dauer im Stande ist. Denn in der Vereinigung liegt der Bestand, liegt die Kraft und die Macht! Weiters war der halbe Schekel!lach dem Gewichte des Heiligthums eine .״ תרומה ל״דHebe dem Ewigen geweiht." Wodurch wurde er dies? Dadurch, weil aus den eingelaufenen halben Schekolim die ״ אדניםdie silbernen Füße" angefertigt wurden, auf welchen die hölzernen Ringmauern der Stiftungshütte sicher fußten. Dennso heißt es (Exod 38,27): ״Es dienten die hundert Kikar Silber, welche als בקע לגלגלת מחצית השקל abgegeben wurden zur Anfertigung der Füße des Stiftzeltes." Mithin hatte dadurch ein Jeglicher einen gleichen Antheil an dem, was die Grund feste, die Träg e r, die eigentliche Basis des Mischkan bildete. Mußte dies nicht Jedem aus dem Volke ein bedeutsamer Fingerzeig für seinen Beruf sein? Wie er vom Anfänge bei der Errichtung, so habe er auch späterhin beim Fortbestände des Heiligthumes ein Träger und Stützer desselben zu bleiben. Ein Träger und Stützer des großen heiligen Baues der Religion und der Menschheit! Jeder Israelit mußte sich sagen: Ich habe bei dem, was zur Grundlegung des Heiligthnm diente, denselben Beitrag wie