Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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III. Die Feldarbeit des Lebens. Z'redigt am Sch'rnini Kzeres. Von Landrabbiner O1-. Ktoner. Meine Theuren! Der bedeutungsvolle Festmonat, mit dem das israelitische Weltjahr seinen Lauf eröffnet, reicht uns heute eine letzte weihevolle Gabe, den Abschluß seines menschenveredelnden und beglückenden Werkes, und ruft uns noch einmal zu ernster Sammlung, bevor er uns für das Leben entläßt, das mit seiner Arbeit, seinem Schaffen, seiner Mühe und Anstrengung uns empfängt. Wieder beginnt das Ringen nach einem gesicherten und glücklichen Boden, auf den wir unser Leben bauen und das unserer Gattinnen und Kinder, wieder werden wir Pläne ersinnen, wie wir unsere Ziele erreichen, werden unsere Schritte lenken, daß wir es erreichen, werden den Wettkampf beginnen mit den Nebenmenschen um das Brot, das unfern Hunger stillt, den Trank, der unfern Durst löschen, um das Kleid, das uns zieren und schützen, um die Einsicht, die uns führen, um die Ehre, die uns erheben, um die Freude, die uns erfrischen, um den Genuß, der uns zerstreuen soll. Und die Edleren, sie werden auch ringen nach tieferer Erkenntniß, nach größerer Willenskraft, nach eigenem fremden Wohle, nach den höheren Zielen der guten Erziehung der Kinder, der Förderung des Volkes, der Vervollkommnung der Mensch-׳ heit. Groß ist das Feld der Arbeit, das wir nur zu bebauen und unentbehrlich die Früchte, die wir zu zeitigen haben, gesund und reichlich sollen sie sein, damit sie zu unserin und Anderer Wohle gereichen. Mit welchen Gedanken sollen wir an die Arbeit gehen, m. Theuren, was wird die Arbeit gelingen lassen? Mit welchen religiösen Gesinnungen und