Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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178 darf auch das Herz nicht von sündigen Regungen und Wünschen befleckt sein, ״ לב טהור ברא לי אלהיםEin reines Herz" soll in uns leben; wie der Eßrog nicht beschunden und nicht mangelhaft sein soll, so muß auch das Herz frei von Rohheiten und reich an den Einpflndungen für Alles Gute, Edle und Schöne sein. Seine natürliche Blüthe, sein Stiel, durfte dem Eßrog nicht fehlen, so darf auch das Herz nicht feiner Eigenart vergessen und seiner Heimath nicht untreu werden. Geweiht sei es in seiner majestätischen Einheit und Einzigkeit der Einigungspunkt für alles nnnere Leben, der Läuterungsort für alle Wünsche und Begierden, der Lenker aller Empfindüngen. Der Bund aller vier Pflanzen ist also ein Vorbild der Einheit, zu der Gott den Menschen gebildet, und der Einheit, die der Mensch zu Gottes Ehre erstrebe. Das Rückgrat mit seiner Palmenhöhe und Palmenkrast, die Augen mit ihrem Myrtheuduft und ihrem Myrthenreichthum, die Lippen mit ihrer Weidenbescheidenheit und ihrer Weidenkraft, das Herz mit seiner Eßrogeinheit und Erhabenheit, oder mit andern Worten, der Mensch als wollendes, als erkennendes, als sch affendes, als fühlendes Wesen ist nur Eines und soll nur ein Werk haben, das ist, den Ruhm Gottes zu verkünden. Meine Themen! Groß und schön ist die Lehre des Feststraußes, sie will die Einheit im Menschen, wie Gott ihn zur Einheit gebildet, uns bildlich vorführen. Gebe uns Gott die Kraft, stets ״ein Ganzes zu sein mit unserm Gotte." תמים תהיה עם יי אלהיך־ג Amen! Alle meine Gebeine sprechen. Ewiger, wer ist wie Du! <