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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 177

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 177 (sequence 17)
Language
German
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mer ist, er ist die ״ ,פרי עץ הדרdie Frucht des 8aäur-Baumes, er ist die würdigste, anmuthigste Frucht der vereinigten Pflanzengattungen zu einer Gemeinschaft verbunden und doch jeder Zeit lösbar. Unsere Weisen haben den Eßrog mit dem Herzen verglichen; das Herz ist ein innerer Theil des Körpers, einzig in die Gemeinschaft des Körpers und doch ijolirt gebracht, es hat die Gestalt ähnlich der des Eßrogs, und ist wie dieser der edelste Theil in seiner Gemeinschaft. — Das Leben des ganzen Menschen, sein Blut, das wahrt sein treues Innere, es enipfängt das gebrauchte Blut und wandelt es in frisches lebensvolles, es läßt mit seinem Schlage alle Wandüngen der Gefäße erzittern und führt auch dem kleinsten Körpertheil seine zugetheilte Nahrung zu, das Herz ist der Sitz der wechselnden Empfindungen, Schmerz und Freude, Lust und Trauer, Stolz und Scham, Demuth und Hochmuth schlagen an seine Wände, die Begeisterung und die Verzweiflung, das Staunen uitb die Geringschätzung, die Liebe und der Haß, der Zorn und die Sanftmuth, Furcht und Hoffnung, Vertrauen und Kleinmuth, das Herz hegt sie alle, es ist der Sitz des Seelenlebens. Das לב ist der Sitz des נפש, es stellt uns die gesammte Innenwelt dar, wie sie Empfindungen erzeugt und von ihnen begleitet ist. Nur eins ist der Eßrog, nur eines die Seele des Menschen, der Eßrog ist des Bundes Zierde, die Seele des Menschen Adel, nicht ganz mit dem Bunde vereinigt ist der Eßrog, und die Seele ist auch lösbar, sie kam: aus der körperlichen Gemeinschaft empor zu dem Heere der Geister gerufen werden. Und dieses innerliche Gefühlsleben, das soll in seiner Einheit der des Willens gegenüber stehen und mit ihm zusammen durch die Thore der Augen die Außenwelt empfangen, beherzigen und beherrschen und durch die Thore der Lippen das ausströmen lassen, was zum Lobe Gottes gereicht, Drum muß das Herz selbst ein veredeltes sein. Wie t er Eßrog nicht durchlöchert, so darf auch das Herz nicht zerrissen sein von dein Widerstreit der Gefühle, wie der Eßrog nicht fleckig und seiner natürlichen Farbe beraubt sein, so Nabmer, Israelitisches Predigt-Magazin. IV. Jhrg. 3. Heft. 2

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