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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 32 (sequence 34)
Language
German
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32 den forscht heut Gottes Auge, und wir selbst sind vor seinen Richterstuhl geladen. Darum nlüssen wir selbst in unser Herz schauen und uns selbst prüfen forschen und erkennen, worin des Menschen Werth liegt, wie er ihn wahrt und wodurch er ihn erhöht. Und Leuchte soll uns auf dem Wege der Prüfung das erhabene Wort sein: אשרי העם יודעי תרועה ״ ה׳ באור פני! יתחלכוןHeil dem Volke, das den Posaunenschall versteht und beachtet, in dem Lichte des göttlichen Angesichts werden sie wandeln." I. Drei Töne sind es, die den SchofaO entsteigen, תר,יעה שברים־-תרועה׳ תר,יעה — der erste ein einziger, einheitlicher, langgezogener, der zweite ein gebrochener und schmetternder zugleich und der dritte wiederunr ein einziger, einheitlicher, langgezogener Ton. Und nur in dieser Ordnung und Verbindung sollen sie sich anfschwingen Engeln gleich zum Herrn des Herrn als Fürsprecher unserer heißen Wünsche. Der erste Ton ist ein einheitlicher, einziger, langgezogener. Und was soll er uns lehren über des Menschen Wertl? Die Selbst- Prüfung, m. Th., ist ein Werk, dem Viele sich im Leben entziehen, dem sie zu entfliehen suchen, das sie scheuen und einem Andern über sie mit Heftigkeit oft wehren. Du zürnst leicht, nrein Bruder, meine Schwester, wenn dein Freund, dein Lehrer, deine Thaten zu prüfen unternimmt, und bestreitest das Recht, dich klarer durchschauen und deinen Werth ermessen zu wollen. Und wenn du allein bist, und es tönt dir eine innere Stimme zu: mustere dich, dann hörst du nicht gern auf sie, du wärst glücklich, könntest du sie stiller machen die Stimme, die du nicht selbst geschaffen, die mit geheinrnißvoller Macht dich weckt. Schwer entschließt du dich, dich selbst zu prüfen, und du mußt kämpfen mit dir selbst, eh du Hand an's Werk legst. Und wirst du gefragt, was diesen Kampf dir bereitet, was dich scheuen macht und dir widerstrebt, du antwortest dem Freunde vielleicht, daß die Prüfung unnöthig sei, du fühlest dich rein, und dir antwortest du, 0/

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