Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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31 Strahlen, sich verirrt haben, als auch diejenigen, die hinausgestoßen waren in Noth und Bedrängniß, sie werden Alle, die Fernen und die Nahen, die Hoch- und die Kleinmüthigen vor Gott in Anbetung sich niederwersen auf seinem heiligen Berge in Jerusalem, der Stätte des Friedens und der Zufriedenheit!" Amen! V. Die drei Schosartöne. Uredigt am Ileujayrsfeste. Von Demselben. Meine Theuren! Das heilige Fest, das wir heut begehen, knüpft nicht an, wie andere, an ein bedeutendes Ereigniß der Vergangenheit, dessen Größe uns erhebt, dessen Glanz uns verklärt; es trägt nicht die Krone stolzer Erinnerungen, die wir nur wieder zu durchleben haben, um voll Jubel zu werden. Das heutige Fest bringt uns nicht die reife Frucht der Ahnentugend, die wir nur zu pflücken haben, um sie zu genießen, es kündet nicht eine Gottesthat, die wir nur zu bewundern, eine gewaltige weltgeschichtliche Bewegung, derer wir nur zu gedenken haben. Nein, m. Th., das heutige Fest knüpft an an unsere eigenen Thaten und weist auf unsere eigenen Geschicke hin. Sein Stolz hängt von unserer Tugend ab, seine Größe liegt in der Bedeutung für unsere eigene Zukunft, sein Glanz liegt in der Gottesmacht, die ewig waltet, seine Krone ist die des Weltkönigs. Wie groß unser Werth, wie gewichtig unsere Tugend, wie hoch unsere Gesinnung soll das heutige Fest uns lehren. Nach unseren Sün-