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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-08-01 · 11-12 (8.1875) · p. Seite 245

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
1 (1874-1875)
Issue
11-12 (8.1875)
Date
1875-08-01
Page
Seite 245 (sequence 5)
Language
German
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245 בארזים נפלה שלהבת מה יעשו איזובי קיר (M. Kat. 25 d) ״wenn des Unglücks Flammen die ragenden Zedern erfassen", wenn wir in solch rascher Aufeinanderfolge so viele bedeutende Männer, von denen Jeglicher nach seiner Art und in seiner Weise, ohne daß wir die Größen gegeneinander abmessen könnten und wollten, uns theuer und werth gewesen, verloren, ״was beginnen wir, wirdieMope ander Wand", an wen: sollen wir uns fürder emporranken, in wessen Licht uns spiegeln, an wessen Religionsgluth erwärmen? Jetzt erst verstehen wir die fromme Sage, der zufolge an dem Sterbetage R. Chijjäs נהיתי ביפי הנורא מרקיע (M. Kat. das.) ״Meteorsteine vom Himmel gefallen seien", denn in dem — .— שבר על שבר יחדיו יהובקו ״Schlag aus Schlag uns ereilenden Verlust" sahen wir schwinden, vom Himmelsgewölbe mehrere in eigenem Blendglanz erstrahlende Meteore, und das Dunkel ist umso dichter, je größer die Helle war, welche jene um sich und auf uns gebreitet haben, je betrübender das Bewußtsein ist, daß wir entrathen müssen der stellvertretenden Führer, der Leuchten und geistigen Sonnen. אין לנו להשען לאל על אבינו ״ . שבשמיםUnsere alleinige Zuversicht ist nur Gott", daß er mit der Zeit uns einigen Ersatz im Nachwuchs gewähren wird, und wenn wir schon der Sonnen entrathen müssen, so doch des milden Mondscheins nicht beraubt werden. Wann aber auch selbst diese Zeit herandämmern werde, um nicht zu sagen wann die mit dem Scheiden eines Frankel gerissene klaffende Lücke einigermaßen könne ausgefüllt werden — das hängt zum großen Theil davon ab, ob und in welchem Grade die Männer, deren heiliger Beruf es ist, den Weinberg des Herrn zu bestellen, die von unserem Heimgegangenen müden Arbeiter urbar gemachten weiten Strecken jüdisch-wissenschastlichen Gebietes nutznießend und weiterbauend für den Dienst einer geläuterten Religion fruchtbar zu machen verstehen werden. Um aber wenigstens in die Fußtapfen eines Frankel treten zu können, müssen wir uns zunächst mit den Lichtspuren seiner gottgesegneten Thätigkeit vertraut machen. Diesem Versuch sei, anstatt leerer Wehklagen und himmelstürmender Schmerzensausbrüche, unsere Gedächtnißrede geweiht, wenn anders diese ihre eigentliche Zweckbestimmung erfüllen solle, nämlich: nebst יקרא השבבא der Würdigung der unsterblichen Verdienste unseres großen Todten noch יקראההיי deren Beherzigung für die Lebenden behufs Verwirklichung der von dem Verewigten angestrebten Ideale möglich zu machen. Dieses Doppelziel wird uns beleuchten helfen ein Satz aus Mosis Segen, der in Beziehung auf Levi gesagt wird (Deut. 33,8 ff.). Ehe wir denselben auf unseren זכריה הלוי anwenden, flehen wir

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