Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-04-01 · 7-8 (4.1875) · p. Seite 191

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
1 (1874-1875)
Issue
7-8 (4.1875)
Date
1875-04-01
Page
Seite 191 (sequence 35)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9616701-9619452-9619636--0220-9619671
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

191 ausschütten vor Dir, ״es erheben mit den Händen zu Gott im Himmel*) und erleichtert und emporgehoben von hinnen gehen. Wer seine letzte Zuflucht hier nimmt zu Dix, zagend und verzagend, wer da flehet um Erhaltung eines theuren, schwer bedroheten Lebens, o, gieb Gnade, sprich zu dem Engel des Verderbens: ״halte zurück Deine Hand" — und wenn es nicht also Deinem Willen entspräche — o, so möge, wer trauernd hierher kommt, getröstet von hinnen gehen, ja mit jedem Schritte, den er leidtragend Deiner heiligen Lade näher tritt, möge Ruhe und Ergebung eintreten in das gramerfüllte Herz. Wer aber hierher kommt, Dir zu danken für Heil und Gnade, für Genesung und Kräftigung, laß sein Dankgebet Dir wohlgefällig sein. Und erfülle mit Dankbarkeit und Ehrfurcht die Herzen derer, die Du beschirmst und behütest an ihrem Leben und an ihren Lieben, an ihrer Habe und an ihren Freuden, daß Niemand unempfindlich Deine Wohlthaten hinnehme. Dich laß uns hier suchen, Dich hier finden für und für. Und so spreche ich zum erstenmal in diesem Gotteshause über Dich, o Versammlung, den dreifachen Segen der Schrift: Der Ewige segne Dich und behüte Dich! Der Ewige lasse sein Angesicht leuchten zu Dir und sei Dir gnädig! Der Ewige erhebe sein Angesicht auf Dich und schenke Dir Frieden! Amen! IV. Gebete am Aoraöende des Schabuoth-Aestes. Vom Landrabbmer Dr. Kroner in Lengsfeld. I. Gelobt feist Du, Allmächtiger, daß Du uns allesammt mit Deiner Gnade zu dieses schönen großen Festes Anbeginn geführt hast. Immer wonniger hat sich Dein Erdentempel uns geschmückt, die Auen prangen in Hellem Grün und in der Blumen bunter Pracht, die Bäume krönt ein schattig Laub/ und frischer Duft strömt aus dem Wald. lieber ihm ziehen Vögel ihre Kreise, und der holde Waldchor singt die Lenzeslieder. So hat Deinen Tempel draußen Deine 4) Klag. Jer. 3, 41. Israelitisches Predigt-Magazin. Mai 1875. 12*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.