Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 1 (1874-1875)
- Issue
- 6 (3.1975)
- Date
- 1975-03-01
- Page
- Seite 155 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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153 nimmer täuschen will. Im Frühlingsmonat בחדש האביב, in dem alljährlich die Natur aus den Banden des Winters, des Schnees und Eises erlöset wird, da seid auch Ihr erlöset worden aus den Banden egyptischer Sclaverei. Und jubelnd giebt Israel am Peßach, dem Feste der Hoffnung, dem unauslöschlichen Gefühle seiner immer lebendigen Hoffnung stets neuen, beredten Ausdruck. (Wir haben im vorigen Jahre einem solchen Ausdrucke der Hoffllung unsere Betrachtung geweiht.*) Wir wollen an diesem Feste ein anderes Wort, gleichfalls ein Ausdruck der Hoffnung, näher ins Auge fassen, jenes Wort aus der Festerzählung, das da lautet: השתא הבא - לשנה הבאה בארעא דישראל ״Dieses Jahr hier — künftiges Jahr im Lande Israel!" Für heute, a. Z., lasset uns nur in Kürze die Vorurtheile zerstreuen, die gegen diesen Ausdruck der Hoffnung in wie außer unserer Mitte sich wenden, um in einem späteren Bortrage dieses Wort in einem höheren Sinne auszudeuten, als Israels heiligste und beglückendste Hoffnung, die es bewahrt und sesthält, als seine höchste geistige Errungenschaft. I. השתא הבא לשנה הבאה בארעא דישראל ״Dieses Jahr hier — künftiges Fahr i;;: Lande Israel!" Es ist, meine Freunde, eine unstillbare, wehmüthige Sehnsucht nach jenem heiligen Lande, die sich in diesem gleichsant aufblitzenden Ausrufe einen kurzen und doch so rührenden Ausdruck giebt. Und doch, wie sind wir um dieser und ähnlicher Stellen willen verhöhnt, verspottet, angefeindet und verfolget worden. Ich will heute nicht von Jenen sprechen, die höhnend uns haben zugerusen: Sehnet Ihr Euch in der That aus Euren geschmackvollen, mit allen Erfordernissen des Luxus und der Bequemlichkeit ausgeftatteten Wohnungen, aus Euren wohlgeordneten Lebensverhältnissen, von Euren Besitzthümern, Eurem Geld und Gut, Aeckern und Wiesen, hinaus in ein fremdes Land, das aller Vorzüge des Culturlebens entbehret, alles dessen, was uns hier das Leben so leicht und angenehm gestaltet? Ich sage, ich spreche heute nicht von Jenen; aber von diesen will ich reden, die, uns verdächtigend, sprechen: Seht, einem anderen Lande ist Euer Auge immerdar sehnsuchtsvoll zugeweudet; dies nennt Ihr Euer Vaterland. Darum müsset Ihr Euch als Fremde fühlen in dem Lande, in dem Ihr wohnet, und kein Band der Treue kann Euch mit ihm verknüpfen. Wahre Vaterlandsliebe השתא עבדי וכר ד