Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 1 (1874-1875)
- Issue
- 2 (11.1874)
- Date
- 1874-11-01
- Page
- Seite 61 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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61 für alle Eindrücke so empfängliche Ihnen anvertraute Herz und den so bildsamen Geist der Jugend für das Gute, Schöne und Wahre zu erwärmen und zu erleuchten. Groß ist der Lohn der Ihrer harret. Der Herr — so interpretireit die Lehrer des Judenthums das Psalmwort: ״Du hast Dir aus der zarten Kinder Lallen gerüstet eine Macht und eine Stärke" — der Herr habe vor der Offenbarung auf Sinai von Israel ein Pfand verlangt, daß es das Gesetz der Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe auch erfüllen wolle, da habe das Volk gerufen: Herr, nimm unsre Kinder als Bürgen an: Daß auch ihre Stimme, lieblich wie der Engel Chöre, Deine Worte hier vernehmend, Deine Lehre mit beschwöre. Und es ward, wie sie gesprochen, denn fortan zu allen Zeiten, Wußte Gott uns durch die Kinder, auf den wahren Weg zu leiten. Heil Zhnen, wenn Sie diese große Aufgabe mitlösen helfen, Heil unserer Jugend, wenn sie durch Sie die Hoffnung unserer Zukunft erfüllet, Heil dem Haufe, das eine geweihte Stätte solchen Wirkens ist, Heil unserer Stadt, Heil unserer Gemeinde, wenn sie solche Fundanlente gründet für das Ewige, Göttliche und Beglückende. Das walte Gott, dessen Segen wir erflehen für das Alter und die Jugend, für das Haus und die Familie, für unser theures Vaterland und das Haupt seines glorreichen Kaisers Wilhelm des Ersten. Anien. Die jüdische Kanzel. 1) Landsberger Dr. 3 ui.דברי אמונה Worte des Glaubens Zweite Sammlung gottesdienstlicher Vorträge, enthaltend: Festpredigten, Confirmations- und Traureden. Berlin, Gerschel 1874. Der vorliegende Band wird in Hinblick auf eine früher, im Jahre 1856, erschienene Predigtsammlung als zweiter bezeichnet. Er enthält 22 Predigten für die verschiedenen Feste, sechs Consirmations-, sieben Traureden und eine zu einer goldenen Hochzeit. Sie sind, eine ausgenommen, in Berlin, in verschiedenen Synagogen und Betlokalen gehalten, einer jeden ist die Angabe über Zeit und Ort beigefügt. Es ist dies gewiß nicht umsonst geschehen. Der Verfasser will, wie er in der Vorrede sagt, den einstigen Hörern der Predigten diese wieder vorlegen, um damit einem vielfach gehegten Wunsche zu entsprechen, er will daher fein Publikum wieder daran erinnern, wann und wo sie die Reden vernommen haben; aber auch für die fernstehenden Leser ist jene Angabe nicht uninteressant, denn