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Israelitisches Predigt-Magazin · 1894-01-01 · 1894 · p. Seite 114

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
12 (1894)
Issue
1894
Date
1894-01-01
Page
Seite 114 (sequence 120)
Language
German
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XVII. Confirmatiorrs-Pre-igt am zweiten Tage -es Wochenfestes 5593. (1833.) Von Land.Rabbiner L. Bodenheim er, in Hildesheim, s. A. Mit Weisheit hast du, o Himmlischer! aus der Finsterniß das Licht, aus dem Chaos das Flüssige, und aus diesem das Feste und Fruchtbare hervorgernfen; mit deiner Allmacht gürtetest du das hohe reizende Gewölbe mit einer leuchtenden wärmenden Sonne, und lassest nach ihrem Scheiden, durch den still dahinziehenden Mond und die blinkenden Sterne, das Schauder erregende Dunkel der Nacht verscheuchen: durch deine unbegrenzte Huld, o Vater!, entstieg der Erde der Stamm, der Ast, die Blüte, das Blatt und die süße, angenehme Frucht. Und in diese Tempel deiner Fülle und deiner Pracht ließest du den Menschen treten — und damit er begreife diese Fülle, verstehe diese Pracht, schaue die unsichtbare Kraft, deren Ausfluß all dieses Erhabene und Ergötzende ist, verliehest du demselben eine Ausströmung deiner Weisheit, eine göttliche Seele, welche zu denken, urtheilen und schließen vermag. Allein wenn du, Hochthronender! auch den Menschen mit einem unsichtbaren Wesen beschenktest, wodurch er das Reine, Wahre, Schöne und Große zu erfassen, in jedem Geschöpfe den Schöpfer zu erkennen, die treffliche Ordnung und den sich immer gleichen Gang der Natur zu bewundern im Stande ist; so ist es doch gerade dieser Verstand, diese Ungebundenheit des Geistes, welche selbst in diesem Paradiese dem vernünftigen Erdensohne manchen trüben und kummervollen Augenblick bereiten; so ist es doch das Hellschauende, das Sclbstbewußtsein, welche vor demselben her so oft das Verderben und den Tod tragen; so ist es doch diese geistige Klarheit, mittelst welcher die noch ganz entfernt liegende Zukunft erforscht und in die Gegenwart hinein gezogen wird, welche das menschliche Herz mit Sorgen erfüllt, es kränkt und verzehrt. Und wie wäre es möglich, daß du, o

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