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Israelitisches Predigt-Magazin · 1894-01-01 · 1894 · p. Seite 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
12 (1894)
Issue
1894
Date
1894-01-01
Page
Seite 41 (sequence 47)
Language
German
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schöpfen können und sollen, um Gottes Größe zu verkünden. Es gab Zeiten, wo man sagte, der Künstler solle nur erhabene Gedanken, große geschichtliche Momente malen und durch seine Kunst feiern. W.rs kam dabei heraus? Trotz großer Begabung und ernsten Strebens, Gemälde, die wir nur verstehen, wenn man uns vorher eine lange Erklärung gegeben hat, wir bleiben kalt gegenüber diesen auspruchsvollen, wandfüllenden Tafeln. Dagegen giebt es eine Kunst, da stellen sich die Maler die denkbar einfachsten Aufgaben, ein Paar Haustiere, eine Wiese, eine Bauernstube, ein d "rstiches Fest u. ä. und diese Bilder gewähren uns einen hohen Begriff menschlichen Könnens und wir fühlen uns erfreut und befriedigt. Es ist allerwegen besser, tüchtig im Kleinen als ein Stümper in Erledigung großer Aufgaben zu sein. Und wie die Kunst fast jede Erscheinung adeln kann, so giebt es auch eigentlich kein Gebiet, das von der Erörterung an heiliger Stätte ausgeschlossen ist, der Religion ist nichts fremd, alles, was die Zeit bewegt, soll seinen Wiederhall finden an heiliger Stätte, denn alles hat eine Beziehung auf Gott, auf die Religion und es gilt, diese Beziehung aufzusucheu, die Gedanken und Strebungen der Zeit herauszuheben aus dem Streit und dem Staub und sie im Lichte der Ew'gkeit zu erklären, zu verklären; so sollen sie besprochen werden, daß sie wie es in dem Mosesworte heißt, ״die Größe Gottes verkünden." Die Form der Behandlung solcher Fragen wird eine andere sein wie draußen aus den Kampfplätzen des Lebens, denn das Gotteshaus ist das Friedeuszelt. Aber die ganze Welt, Himmel und Erde, wie es in dem Liede des Mose heißt, soll hier sich spiegeln im Lichte der Religion. Es giebt keinen Gegenstand, der nicht ins Gotteshaus gehört, er muß nur in der gehörigen Forin eingeführt werden. II. Und über diese Form geben die Gleichnisse des Mose eine ergiebige Auskunft. ״Es trüufe wie Regen meine Lehre";

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