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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
11 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 8 (sequence 14)
Language
German
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Macht auf Erden giebt, die Dich zwingen konnte zu einem Gedanken, zu einem (Gefühle, zu einem Glauben, den Du nicht selbst denken, fühlen oder glauben willst? llnd selbst ivenu man Dir Gewalt anthun wollte, bleibt Dir nicht immer noch die Wahl, Deine Ueberzeugung mit dem Tode zu besiegeln, ein Märtyrer Deines Glaubens, Deines Denkens zu werden? ״ יהד; ולא יעבורTer Mensch besitzt die Fähigkeit, lieber sein Leben hinzugeben, als sich zu einer unsittlichen That zwingen zu lassen." Aus allen Theilen unserer Religionsschritten tont Dir, o Mensch, die Bekräftigung dieser Grundlehre aller Sittlichkeit entgegen. Da lautet ein Spruch uttserer Weisen: בדרך שאדם ״ רוצה ליי^ך בו מוליבין אותוNur des Weges, den der Mensch gehen will, führt man ihn", ein anderer: הבא ליטמא פותהין ״ לו .הבא לטהר ממעיין לוWer aus Abwege gehen will, dem steht der Weg osseit, wer zum Reinen strebt, wird darin unterstützt". Und tu den Psalmen heißt es (Psalm 37, 23): ״Bon Gott werden die Schritte des Menschen befestigt" וררבו ״ יה2ץaber den W e g wählt dieser selbst". Die Bahn durchs Leben schlägst Du nach Deinem Willen und Wohlgefallen ein. Tie Freiheit der Entscheidung ist Dir gegeben. ״Der Mensch wird tticht vom Schicksal regiert" — was ihn trifft, ist sein eignes Werk. ״Ob jemand stark oder schwach, scharfsinnig oder geistesschwach, reich oder arm sein soll, das hängt oft von Zuständen außer uus, vou deit Ereignissen des Lebens ab — aber ob Jemand ein sittlicher braver Mensch oder ein Bösewicht lvcrden soll, daß vermag kein göttlich Wesen vorher zu bestimmen", denn ״ הבל בידי שמים הדן מיראת שמיםAlles liegt in Gottes Hand, nur nicht die Gottesfurcht," diese ruht im Herzen der Menschen. ,,Was also hat", ruft der Prophet Jeremias, ״der Erdensohn zu klagen, da er ja Herr über seine Sündetl sein kann," ttttd somit den Schlüssel zu seinem Lebensglück in seinen Händen hält. (Klagelieder 3, 39.) Das, 111. a. Z., ist es, was der heutige Sabbath Euch zum Beginn des letzten der Monate des Jahres zuruft. Hört auf seine Mahnung! Zum letzten Male in diesem Jahre

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