Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 154)
- Language
- German
- Belongs to
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68 und auch das heilige Oel, das man zum Anzünden der Lichter brauchte, war geschwunden, nur ein einziges kleines Kriigchen Cel, versehen mit dem Siegel des hohen Priesters, ward noch gesunden, dieses Kriigchen Oel aber brannte fort und fort in wunderbarer übernatürlicher Weise.-״Wollt Ihr es sehen, dieses kleine Kriigchen Oel, versiegelt mit dem Siegel des hohen Priesters? Da habt Ihr es, m. F., vor Euch liegen! Dieses gute unschuldige Kind, in seiner Reinheit und Makellosigkeit, bildet ein solches Krügchen voll heiligen Oels, versiegelt mit dem Siegel jenes hohen Priesters, der da schaltet im Himmel oben und auf Erden unten! ״Ein Licht des Ewigen ist die Seele des Menschen" sagt die Schrift, und diese Seele, die so rein und lauter, so frei von fehl und Sünde, wie sie aus Gottes Hand hervorgegangen, sie zieht hinauf, in die Nähe Gottes, um zu leuchten und zu strahlen in Glanz und Lauterkeit, in Herrlichkeit und Ewigkeit, llnd das gereiche Euch, schwergeprüfte Eltern, zum Tröste. Ihr habt das Eurige gethan, Eure Pflichten den? geliebten Kinde gegen-- über erfüllt, Ihr habet das Kind frühzeitig nicht nur der Stätte der Bildung, sondern auch dem Heiligthum der Neligion zugesührt, und wen?? Ihr heute das getveihte und geheiligte Krügcher? dem hohen Priester, der es E??ch gegeben,?viedergebet, sprechet voll Demuth und Ergebung: ״Der Eivige hat es gegebe??, der Ewige hat es genommen, sein Name sei gepriesen in Ewigkeit!" Anien! XX. Scheidegruft einem gelehrten freund. Gestatten Sie mir, geehrte Genossen der Trauer, nicht dem Lehrer?mserer Religion, sondern dem Freunde des Verewigten, dem Heimgegangene?? Freunde einige Worte dankbarer Anerkennung nachzurufen ii? sein frühes Grab. Der Freund dem Fre??nde! Das Freundschaftsba??d, das u??s??mschla??g, ko??nte der Tod wohl zerreiße??, doch??icht zerstöre??. Pietät, —?varmes, tiefes Fühlen, das?var der Gr????dzug dieses schlichten