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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 62

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 62 (sequence 153)
Language
German
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62 braven Schüler, ein Wort des Trostes an die geprüften Eltern sei's, was ich spreche. Am Ehanukahsest lesen wir aus dem 4. Buche Moses, wie das Heiligthum Gottes vollendet, wie es dem Herrn geweiht, wie diese Weihe namentlich durch große reiche Opfer, dargebracht von den Vornehmsten tmd Würdigsten des Volkes, vollzogen wurde. Jit dieser Erzählung ist die große Lehre angedeutet, daß Religion ohne Opfer nicht denkbar, nicht möglich, daß sich uns die Pforten der Religion erst dann erschließen, wir in das Allerheiligste des Glaubens erst dann dringen, wenn wir — auf Gottes Geheiß — auch Opfer, schwere große Opfer, ttnd ztvar ohne Klagen imd Murren Opfer bringen können. Und in welch herrlicher, großartiger Weise haben unsere Vorfahren — die Makkabäer — diese Lehre befolgt und bethütigt. Denket an die Opfer, an die Tausende und Hunderttattsende, die freudig das Leben hingegeben, als es galt, den Namen Gottes zu heiligen, denket au die Mutter mit ihren sieben unschuldigen Kindern, die freudig in den Tod gegangen, als ihnen der Mische Tyrann zugemuthet, das Gesetz Gottes zu übertreten! Und wentt wir heute, m. F., dieses gute, brave bescheideite und liebeitswürdige Kind von daniten ziehen sehen, wenn wir dieses יטה תמים ,,unschuldige, reine makellose Lamm" auf den Altar des Herrn, in den Schvoß der Erde legen, dann müssen wir es ebenfalls als eilt von Gott verlangtes Opfer betrachten, uitd uns stumm und lautlos iu Demuth und Opferfreudigkeit — vor dem Willen des Herrn beugen, sprechend: ״Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, der Name des Herrn sei gepriesen in Ewigkeit! Das zweite Moment unseres Festes bildet das Lichtanzünden. Wir zünden an diesem Feste in unseren Wohn- und Gotteshäusern Lichter au und zwar, erzählt die Tradition, dies zur Erinnerung an ein wunderbares kleines Krügcheit Oel. Die Syrer, die Feinde Israels, hatten im Tempel des Herrn getobt und gewüthet, Alles verunreinigt und entheiligt

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