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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 42 (sequence 133)
Language
German
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42 ihm auch Gott die reinsten Freuden eines innigen Familienglucks, er war der zärtlichste Gatte, der hingebcndste Vater, seinen Geschwistern und Anverwandten in rührender Treue ergeben. Er war, m. g. L.! Ihr Stolz, Ihr Labsal; aber Sie wußten seinen hohen Werth zu schätzen^ und er war glücklich durch Ihre Liebe. Als ihm die Gattin starb, und von dieser Zeit an seine Kräfte abnahmen, da haben die Kinder, da hat zumal die Tochter mit der Selbstvergessenheit, die sie vom Vater gelernt hat, ihn gepflegt, daß er sich nicht einsam fühlte. Er hat kein hohes Alter erreicht, aber er hat ein reiches Leben ausgelebt und läßt ein herrliches Andenken bei seinen Neben Menschen zurück. Gott hat es gut mit ihm gemeint, daß in den letzten Stunden die treue Tochter ihm zur Seite war, daß er nach kurzem Kampfe einging in das Reich des Friedens. Viele theilen Ihre Trauer, m. g, L., das ist ein großer Trost in dieser schweren Stunde des Scheidens, solch ein Mann ist ein Segen für seine Familie auch nach seinem Tode. Gieb o Gott den Trauernden und dem Todten Dein Heil und Deinen Frieden! Amen. XIV. Rede am Grabe eines Gemeinde- und Stadlverardnetennarstrhers. Geehrte Trauerversammlung! Werthe Leidtragende! Zwei Worte, die ich aus dem Munde dieses edlen Mannes in seiner schwersten Stunde vernommen habe, in einer Stunde in der er noch mit vollem Bewußtsein mit dem Tode rang und für kurze Frist Sieger blieb, sie wollen mir seitdem nicht aus den Sinn und ich denke, wie sie Tröstung dem wackern Freunde gespendet haben in den trüben Momenten, wo Leid und Todesnoth sein Dasein umflorten, so sollen sie auch uns Trost verleihen in dieser großen Trauer. Als der Schmerz ihn folterte und ihm fast die Besinnung raubte,

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