Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 99)
- Language
- German
- Belongs to
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denn (Mott hat die edelsten Keime Dir in Kops nnd Gcmüth gelegt; 0, möge auch Dein Ansgang ans dieser Welt gefehltet sein, daß Gott sein Reich Dir öffne, das Reich des Lichts und der Wahrheit, naef) denen Deine junge Seele so innig sich gesehnt hat. (Mied Du, 0 Gott, dem Dahingeschiedenen nnd den in Trauer Zurückgebliebenen Deinen Frieden. Amen! III. Uedc am Grabe eine« Soldaten. G. T.! G. L.! ״Des freundes Rede ist 10ie ein Arzt der tranken Seele, wenn sie zur rechten Zeit erfrischt das. Herz", so lehrt ein Dichter ans alter Zeit. Und lvahrtich, wenn Freundesworte und Freundesgesühle die wunde Seele heilen können, wie Biele stehen an dieser Bahre, deren Gemiith von der innigsten Dheilnahme für Ihren Schmerz erfüllt ist, die den Schlag verspüren, fast als hätte er das eigene Herz getroffen. Wir Häven an Ihrer Freude, daß ihr ältester Sohn so gut gedieh, daß immer mehr die schönen (Eigenschaften seines Charakters hervortraten, daß neben seiner Berufsarbeit sein künstlerisches Streben nnd Können ein so rüstiges nnd tüchtiges wurde, an all dieser Freude haben wir den wärmsten Antheil genommen. Um so entsetzlicher wirkte die Botschaft, die uns Alle ganz unvorbereitet traf, daß dieser blühende Jüngling, dessen Frische und Kraft uns noch vor wenigen Wochen so angenehm in's Auge siel, eine Beute des Todes geworden war. Eine der schwersten Prüfungen, die je ein Sterblicher zu ertragen hat, ist aus Ihr armes Eltern- Herz gelegt worden. Wohl nimmt manches Leben in diesen Jahren auskeimendcr Hoffnung ein frühes Ende; aber dann ist es zumeist ein Dasein, das den Keim des Welkens und