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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 7 (sequence 98)
Language
German
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7 und c§ kam das Unheil, wir harrten auf Licht und es kam die Nacht. Die Eltern gedenken all der Sorgfalt, all der Liebe, die sie ihm gespendet haben, die er ihnen gewährt hat; wie haben sic ihm das Dasein leicht gemacht, daß er nie durch die Sorge um den Beruf des Tages gestört wurde, daß er frei den Wissenschaften leben durfte: wie liebevoll haben sie ihn ans seinem Lebensweg begleitet und an seinem Streben und an seinen Erfolgen den innigsten Antheil genommen; und nun hat ein Hauch dies Alles zerstört. Doch nein, so undankbar gegen die Gottheit sind die Eltern nicht; ob auch der Schmerz des Scheidens die Gemüther zerreißt, ob auch sie tiefstes Weh darliber empfinden, daß diese edle Menschenblüthe nicht zur reisen Frucht sich hat entfalten können, sondern jäh hat welken müssen, so ftnb sie dennoch dankbar, daß Gott ihnen in fünfundzwanzig Jahren so unendlich viel Freude durch diesen Sohn, ״der sich im Leben und im Wissen durchaus der reinen Fahrt beflissen", gewährt hat. Und wie glücklich ist seil! Leben gewesen durch der Eltern Liebe, sowie durch seinen Eifer. Er hat ein ideales Dasein gefiihrt und einzig der Wahrheit gelebt; von all den Kümpfen und den Ränken, die auch den Gelehrten oft das Dasein trüben, hat er Nichts verspürt. Dieses schöne, tröstliche Erinnern kann der Hauch des Todes nicht zerstören. Und haben die Eltern in dieser Schmerzensstunde nicht die trefflichen Söhne, die traue Tochter zur Seite, deren Gegenwart wie ein Licht des Trostes in die Nacht der Trauer hineinstrahlt? Nor Allem aber haben sie die Hoffnung der Gläubigen, dereinst wieder mit ihrem geliebten Sprossen vereint zu werden. Du wackerer, junger Freund! Du wirft so rasch nicht vergessen werden, nicht nur in der Eltern, in der Geschwister Erinnerung wirst Du leben, so mancher, der Dir nicht blutsverwandt ist, hat sich Dir herzensverwandt gefühlt und wird gern erzählen, wie hoch Dein Geist und wie rein Dein Herz gewesen ist. ״Gesegnet war Dein Eintritt in diese Welt",

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