Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616701-9618061-9618062--2092-9618121- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
51 Zukunft unser Auge zu den Höhen zu erheben, von denen uns Heil kommt, daher lauschen wir den! Worte, das uns mit Hoffnung erfüllt, jener Himmelsbotschaft, die unsere Zweifel und Besorgnisse verscheucht und uns dem angestrebten Glücke näher bringt, und darum rufe ich auch Ihnen zu das Wort Gottes: ״Ein beständig Feuer soll brennen auf dem Altar, das nie verlösche!" Dies Wort wendet sich an Ihre Herzen, die dem Ewigen anhangen sollen; die reichsten und heiligsten Flammen sind die der Religion, ohne diese ist unser innerer Altar, das Herz, kalt 1111b frostig, leer und öde, wüst und empfindungslos, ohne Gott keinen Herzensfrieden, kein wahres Glück. Gestern, am Purimfeste, laserr wir ans der Megilla von einem Israeliten und einer Israelitin, die sich in ihrem Glanze nicht dadurch auszeichneten, daß sie an Gott vergaßen und alles Göttliche mit Füßen traten, sondern im Gegentheil, Mardechai, der erste Minister am persischen Hofe, nach dem Sturze des Israelitenfeindes Haman, war auf dem Gipfel irdische!: Glückes ein frommer Mann, — Ester, die Königin Persiens, war auf der Höhe ihres Ruhmes ein Weib, dessen Herz!varm schlug für Glauben und Glaubensgenossen, ihre Religiosität war's, nicht ihr Glanz in der Herrscherkrone, der wir unfere Errettung aus der Gewalt der Bosheit verdanken und das Purimfest, das uns noch heute zu unserer Freude zusainmenführt. ״ כיהרדיב -יהה אייהNur bei den Religiösen waltet stets Licht und Freude und Wonne und Herrlichkeit." Das ist eine göttliche Botschaft, die Ihnen unser Text gebracht. Seine andere Weisung ist Treue, anhaltende, nie erkaltende liebevolle Aufopferung für einander. In den Tagen der Frende wie in den Stunden der Leiden müssen die Herzen, die sich einst gefunden und liebend verbunden, innig zu einander stehen, der größten Opfer für einander fähig sein. Der Altar ist die Stätte der Opferung gewesen und himmlische Flammen haben diese Opfer verzehrt, das heißt in die Familiensprache übersetzt, daß in den Gluten wahrer Liebe jedes Cafualredeu. 4*