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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 34 (sequence 45)
Language
German
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34 fein, diese Voraussicht, was in Ihren Herzen den Wunsch erweckt, in Ihrem Geiste den Entschluß zur Reise gebracht hat, den Bund der Liebe mit einander zu schließen und den Gefühlen der Zuneigung, die Sie für einander hegen, offenen Ausdruck zu geben, dauernde Kraft zu ve׳ leihen? ״Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei". Dieser Ruf, der in den jugendlichen Herzen immer lauter sich ankündigt und von allen Freudenklängen der Erde nicht übertönt werden kann, auch Sie haben ihn vernommen und folgen ihm nun, indem Sie einander die Hand reichen zum ewigen Liebesbunde und in dauernder Vereinigung und Zusammengehörigkeit das Heil Ihres künftigen Daseins erblicken. Soll aber dieser Segen, der Segen inniger Seelengemeinschast, der in diesem Worte verheißen ist, in dem Ehebunde zur Wahrheit werden, dann müssen auch die Weisungen und Mahnungen, die mit ihm uns verkündet sind, wohl beachtet, tief beherzigt werden. ״Das Weib", heißt es weiter in dem angeführten Bibelvers, ״soll eine treue Helferin werden dev! Manne, den es erwählt, soll gerne und innig sich ihm anschließen, soll auf seine Herzenswünsche achten, sein Streben fördern, sein Lebenswerk stützen und in Zärtlichkeit und Sanftmuth und Freundlichkeit ihm zur Seite stehen, damit das segensreiche Walten der treuen Gattin ihn beglücke und er im ehelichen Hause eine Stätte des Friedens finde, der Wonne und. Erhebung. Es ist dies des Weibes schönster Beruf und es ist wahrlich auch von Ihnen, werthe Bram, nicht anders zu erwarten, als das gute Herz, das edle Gemüth, den klugen Sinn, den Sie im elterlichen Hause stets au den Tag gelegt haben, nun auch in dem ehelichen Hause bewähren werden, dessen Stütze und Führerin Sie von jetzt an werden sollen. Und auch für den Mann schließt an das Wort der Schluß: ״Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei", eine gar bedeutsame und gewichtige Mahnung sich an:

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