Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Tugenden und Vorzüge, die wir an Ihren (Litern lieben und verehren; die innigsten Segenswünsche der Heimat geteiten Sie in die Fremde, in die neue Heimat. Sie dürfen freudig in die Zukunft blicken, da Sie in eine Familie treten, die weithin geehrt und geachtet wird, da S«c einem Gatten folgen der der würdige Sproß solch trefflicher Eltern ist und so viele Fähigkeiten besitzt, um Ihnen das Dasein zu verschönen Aus einer glücklichen Jugend schreiten Sie in eine glückverheißende Ehe. Als unser Erzvater Jakob seine Kinder segnetesprach er: Der Gott, vor dem meine Väter gewandelt sind, der mein Hirt gewesen von Urbeginn bis zu diesem Tage, der Engel, der mich erlöst hat von allem Bösen, der segne diese Kinder, daß mein Name, zu׳ meiner Freud und Ehre bei Ihnen genannt werde. So innig ersehnen und erbeten auch Ihre Eltern für Sie Gliick und Heil, daß das Haus der Kinder zum Stolz und zur Freude für die Alten sich festen und weiten möge. Mögen alle diese Gebete zu Gottes Thron emporsteigen, möge der Name Gottes auf ihrem Bande ruhen, möge nach dem alten Priestcrwvrt Ihr Haus sein eine Stätte der Liebe, des Wohlwollens, des Friedens und der Freundschaft, und an Ihnen sich bewähren das Wort Gottes: ״Ich schließe Euch einen Bund des Heils, ein Bund für die Ewigkeit soll er Euch sein." Amen! VII. Ich tege Glich den Segen vor! Geehrtes Brautpaar! Die heilige Schrift erzählt uns in dem Abschnitte, der am nächsten Sabbath im Gotteshause vorgelesen wird, wie Mose seinem Volke kurz bevor es einzog in das gelobte, gottverheißene Land die Worte zurief: ״Sieh, ich lege heut vor Euch hin den Segen und den Fluch, ihr habt den Segen, so ihr horcht ans die Gebote des Etvigen Eures Gottes." Mose hat sein Volk so innig geliebt, daß er ihm sein ganzes Dasein geweiht hat; das eigene Leben schien ihm werthlos, wenn er sein Volk nicht glücklich wußte, ja wahrlich, er liebte Israel wie Eltern ihre Kinder lieben.