Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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15 sich nicht schöneres und Herrlicheres gewinnen kann, als ein tugendsamcs Weib. Wie Sie, g. B., in Allem übereinstimmen in Bezug auf ihren Beruf und ihre Pflicht, so findet sich auch darin T>cr Einklang ihrer Seelen, daß Sie nach ihrer ganzen Erziehung das Brod des Lebens, das göttliche Wort und die Religion, nicht gcringschätzen, sondern es wissen, daß die Arbeit nicht srommt ohne srommes Gebet. Als einst ein frommer Rabbi bei der Hochzeit seiner Tochter die Gäste in übertriebener Lust fand, brachte er ein Gesäß von edlem Metall und zerbrach es vor ihren Augen, ein anderer zerschlug in gleichem Fall eine kristallene Schale und daher rührt der* Brauch, der vielfach bei jüdischen Trauungen geübt wird, ein Glas' uiite^׳ dem Tranhimmel zu zerbrechen. Aber es bedarf wohl nicht solcher Zerstörung, um verständige Menschen an die Zerbrechlichkeit irdischen Glückes zu mahnen. Besser ist es, daran zu erinnern, daß Gottesfurcht und Gottesliebc die guten Engel sind, welche die Gefahren scheuchen. G. B..' Ihnen wird die!besondere Schicksalsgunst, daß Sie in dem Orte, wo Sie ein eigenes Heim sich gründen, sich lehnen können an einen großen Familienkreis. Sie, g. Braut! gewinnen ein eigenes Heim und bleiben vereint mit ' ' den Ettern, mit den Geschwistern: mit einer Hingebung, die iiber alles Lob hinaus ist, hat ihr Bater sich für feine Kinder gemüht; dafür wird ihm jetzt die Gnade, alle feine Töchter glücklich zu wissen an der Seite ihrer Gatten, sie in seiner Nähe zu haben und sich täglich ihrer zu erfreuen. O möge auch dieses neue Haus, das in Gott gegründet ist, allezeit von Gott beschützt werden, möge jeder Segen und jeder Erfolg auf Ihrem Bunde ruhen jetzt und allezeit. Amen! Y. Das strahlende Antlitz. Großer und guter Gott! Ein junges Paar, das heut das Ziel erreicht, welches die Herzen so' heiß ersehnt haben, das in dieser Stunde den Lohn empfängt, den Lohn bewährter unentwegter Treue spendet Dir das Opfer des Dankes, der aus der tiefsten Seele quillt, dafiir, daß Du ihren glühendsten