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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 14 (sequence 25)
Language
German
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14 genossen Anhang und Liebe zu gewinnen. Tief wahr ist das Wort, lPs. 128,2) daß, wer von der Arbeit seiner Hände lebt, das Heil des Diesseits und des Jenseits gewinnt, daß Erwerb und Tugend gleich geschützt sind bei dem, der die schlichte Arbeit pflegt. Denn stetige Thätigkeit läßt sündhafte Biegungen garnicht auskommen. Und was vor allein eine glückliche Zukunft verheißt, das ist Ihre Uebereinstinunung in dieser Liebe zur Arbeit, das ist die Gleichmäßigkeit Ihrer Freude am emsigen Schaffen. Es heißt in dem jüngst verlesenen Schristworte: Es ging ein E!)c'ann aus dem Hause Levi, und nahm eine Tochter Levi: das ist eine Andeutung, wie eil! verständiger Mann bei der Wahl einer Gattin handeln soll: er wendet sich zu einer Familie, die die gleichen Ansichten wie er hat, die die gleichen Ansprüche ans Leben stellt. Dann ist die Gewähr gegeben, daß die Ehe eine glückliche ist. Ter Mann aus dem Hause Levi nimmt eine Tochter Levi. Gleich und Gleich gesellt sich gut. Wo Mann und Frau nach denselben Zielen streben, wo Eintracht waltet, da hat Glück und Liebe eine sichere Stätte. Aber dem Manne ziemt es die (Gefährtin die sich ihm nicht nur zu Lust und Freud, sondern zu Rath und That anschließt, nicht mir zu lieben, sondern auch zu ehren als seinen köstlichen Schatz, als Grund und Krone seines Daseins. Zu dem Verse: er nahm eine Tochter Levi, be^ merken die Alten: לשה לה מעשה לקרחון er machte ihr das Leben angenehm: denn was die Frau als Pflicht übt, das darf der Mann nicht als selbstverständlich betrachten, sondern ihm muß es wie ein Geschenk, wie eine freundliche Gabe erscheinen. Bon demselben Manne aus dem Hause Levi heißt es im dieswöchentlichen Schristwort: ״Es nahm Amram sich die Jochebed zum Weibe". Dieses Wörtchen sich, das die heilige Schrift dem Bericht von Eheschließungen hinzusiigt, sä-eint überflüssig; der Sinn wäre völlig verständlich, wenn es fehlte. Aber die heilige Schrift will mit dem Satze: er nahm sie sich zum Weibe, daraus Hinweisen, daß die Frau dem Mann werth sein muß wie sein eigenes Selbst, daß der Mann I

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