Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9616701-9618061-9618062--2057-9618086- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
innigsten Wunsch erfüllt hast, das; Du durch die Erfüllung dieses Wunsches Ihnen die Aussicht ciöffncft auf eine heitere herrliche Zukunft. Sie rufen mit dem frommen Sänger: Es preise meine Seele den Herrn unb vergesse-niemals alle seine Wohlthat. Und in den Jubel der Jungen stimmen die Alten mit ein: vor Dir, der Du die Schwachen hütest, kündet eine Mutier Dank in der Freude, das; Du ihr Erziehungswerk hast gelingen lassen au ihren, Sohne, an allen ihren Kindern, daß Du ihre Muhe gesegnet hast, daß sie den Sohn, den sie in, Geist des trefflichen, allzu früh dahiugeschiedenen Paters erzogen zat, unter den Trauhimmel geleiten kann: es freuen sich, ob auch ernst bewegt und Zähren der Rührung iw den umflorten Augen, die Eltern der Braut, die nun ihr jüngstes Kind aus dem Hause geben und dem (Ritten ander trauen, den sie als treu und trefflich erprobt haben in jahrelangem Perkehr, sie empfinden es als eine besondere Gnade, daß der ehrwiirdige Großvater, der hochbetagten, frischen und fr.vhen Sinnes, Zeuge dieses festes sein kann. Dies junge Paar preist Dich Allgütiger, ob des hohen Glückes, dessen sie in dieser Stunde theilhast werden in Mitten des Kreises verehrter Eltern, treuester Geschwister, hingebender Perwandten und Freunde. Aber über die Seligkeit dieses Tages hinaus, denken sie an die Zukunft: fromm und Deinen, Gebot ergeben, - wie das Beispiel des Elternhauses es sie gelehrt hat, stellen sie ihr Haus unter Deine Hut. D möge Deine Gnade, die bisher dieses Paar so wunderbar geführt, so wunderbar zusammengeführt hat, auch ferner sie leiten, ,nöge die Treue und der wackere Sinn, den sie schon, bisher bekundet habe;, und der ihnen so viel herzliche Freundschaft erworben hat, ihnen auch Dein Wohlgefallen gewinnen und Du ihnen sein eine Leuchte für ihren Fuß, ein Licht auf ihren Pfaden, daß sie einer Hellen fröhlichen Zukunft entgegen schreiten. A men! G. B.! Als Mose von. Berge Sinai Hinabstieg in die Mitte seines Polkes, da, so hörten tvir jüngst an, Sabbath aus dem Gottesbuche, da strahlte sein Antlitz wie von einem heiligen Feuer, scheu und verwundert blickten die Andern auf ihn und dieses Strahlen wich seitden, nie i^iehr vom Angesicht des gottbegeisterten Mannes: aber wenn -er nicht in seinen, hohen Berufe wirkte, zog er einen Schleier über seine leuchtenden Züge. Mose jedoch wußte garnichts von dem Glanze, « cs