Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 154)
- Language
- German
- Belongs to
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— :10 — das׳, er ihnen reiche non dein seltenen Lüste. Endlich, da die Er Wartung auf's Höchste gespannt war, lieg sich der weise Mann erbitten miö nahm ein Küchlein aus den galten seines Gewandes und begann ,׳gl lesen:!׳TS מי האיעז ד,הפין דדים «*ma «»«m««* •*■יי •a •י***י*ייי ♦ י—יייי והד ו! li:w w^— «*׳u!iu>! >!׳- ■u . ~.c *!7^ ידהארz ״KZer ist der Mann, dem nach dem sieben verlangt, der seine Tage liebt um Glück zu schauen: Er meide da׳? Kose und rhne das t^'uite, er strebe nach Seligkeit voll Eiser unö Lust." Soweit der Talmud. lieber den Eindruck, den brauchen zur Zerstörung der Sittlichkeit. Das Judeuthum kennt nicht die Lehre, daß der Mensch mit Sünde behaftet, verderbt lind zur Tugend unfähig, sogleich zur Welt komme, daß alle guten Werke nur die Gnade Gattes iu ihm vollbringe. Nein unser Glaube spricht zum Menschen: ברוך ״ אחה בביאןדGesegnet bist dtl beim Eintritt in die 'Welt", gattähnlich zil werden und zu wirket!, aber sarge dasür, daß auch ״ כריך אחה בצאתיdaß auch dein Austritt aus der Welt gesegnet sei". Tenn dereinst wirst du van dem höchsten Richter zu Gericht gezogen werden, ab du den Segen gewählt hast oder den Fluch. Wie aber möchtest du vor seinem Angesicht bestehen, wenn du bekennen müßtest, daß du deine freie Seele in die Knechtschast der Sünde gegeben hast, daß sie, statt sich vor Gatt zu beugen, alle Zeit getragen hat das Jach der Sünde und der Leideuschast'? Tie Keime des Guten und des Edle».sind in des Menschen Brust gesenkt und seiner Pflege sind sie anheimgegebeu. ' Sv er sie sargsam wahrt vor Sturm und Wetter, so er sie netzt mit dem Tau der göttlichen Lehre, so werden aus diesen keimen die schönsten Blnthen der Menschenliebe und der Tugend sich entfalten, und diese Klüthe wird reisen zur Frucht reinen Glückes und himmlischer Seligkeit. Aber diese Keime werden verkümmern, wenn du lässig bist. Ein Sturm kommt und vernichtet die zarte Pflanzung, die sorgsame Wacht und Wartung nicht entbehren kann. Die Tarnen unwürdiger Neigungen entsprießen dann dem Saatfelde seines Herzens. Aus ihuen aber reist ihm die Frucht der Sünde und des M י■: