Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 145)
- Language
- German
- Belongs to
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21 ״ במה יוכה נער את ארחו לשמר כדבקדWomit soll der Jüngling seinen Lebensweg festen, daß er sich halte an Gottes Satzung" nnd er beantwortet sie: בכל לבי דרשתיןד אל ״ .תשגני ממצותיךIch habe mit ganzem Herzen Gott erforscht, daß ich nicht abirre non seinen Geboten." Wohl dringt kein erschaffener kreist in das Innere der Natur aber sehen die Ahnung jener einigen (besetze, welche das Weltall beherrschen, macht unser» Geist so frei nnd unser Herz so reich nnd froh; ans diesen Ahnungen allein schöpfen wir die Kraft nnd die Fähigkeit die Gesetze der Moral zu erkenneil lliid zu besolgen. Wenn der Schisser auf weitem Meere zu den Sternen hinanfblickt, so erfährt er darum nicht ihre Natiir nnd ihr Wesen; aber ivas er von ihnen erfährt, der milde Glanz, den sie in sein Auge strahleil, er geilügt, um ihnl der! rechteil Weg zu zeigeil. Wer diese erhabeneil Lehrsätze für seine!! Lebensweg entbehren zu founcu glaubt, der gleicht einem Seemann, der nicht zu den Sternen blickt. ' Gin weiser jüdischer Lehrer sagt: die Seele und die Lehre, sie werden beide in der Schrift den! Lichte verglichen nnd Gott spricht zllin Mensche»: »lein Licht ist in deiner Hand, nnd dein Licht in der weinigen:!nein Licht in deiilcr Rechten, das ist die Lehre; bein Licht in der meiiligen, das ist die Seele ״ .אם תשמור את נרי אני משמר את ני־ךHütest du die Fackel meiner Lehre, so ist auch beine Seele behütet; doch verlöschst dn diese meine Flamme, dann ist and) Deine Leuchte erloschen." Israel hat, iildem es die Einheit Gottes der Welt vcrkündete, nicht nur eine bessere Erkenntniß, sondern auch eine bessere Moral die Menschen gelehrt. So lange die Menschen den Himmel mit den Erzeugnissen einer überspannten Einbildungskraft bevölkerten, so lange sie noch nichts wußten von dem allwaltenderl und allliebenden Pater, der alle Menschen seine Kinder nennt, so lange schlossen sich die Völker von einander ab, und der Fremde galt so sehr als Feind und Barbar, daß selbst die edelsten Nationen des Altcrthnms in